Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

Shop | Gästebuch | Forum | Kontakt | Impressum
Presse 2005 | Presse 2004 | Presse 2003 | Presse 2002
aktuelle Aktionen | Aktionen der Vergangenheit | Tour de Natur |
Bürgerinitiative | Bündnis 90/Die Grünen | SPD | PDS | CDU | andere |
Briefe von Bürgern/Initiativen | Briefe von Parteien | Antworten |
0

 

Landratsamt soll Staubbelastung messen
Zur Verkehrssituation im Weißeritzkreis sprach die SZ mit dem Vorstandschef der Grünen Liga Osterzgebirge, Jens Heinze aus Tharandt.

Wie beurteilt die Grüne Liga die Verkehrssituation im Weißeritzkreis?

Die Einstellung der Rollenden Landstraße war ein Fehler, der sich jetzt auf die Anwohner der B 170 auswirkt. Da wird den Menschen ganz schön viel zugemutet. Und es grenzt an ein Wunder, dass sie so still halten. Ich jedenfalls würde kein Haus an der B 170 geschenkt haben wollen.

Die Verkehrssituation wird sich mit der Fertigstellung der A 17 entspannen, glauben die Kommunalpolitiker. Sehen Sie das auch so?

Nein. Die Autobahn wird nur eine kurzfristige Entspannung bringen. Langfristig wird der Weißeritzkreis noch stärker zum Verkehrkorridor zwischen Nord- und Südosteuropa. Das heißt, der Verkehr auf der B 170 wird wieder ansteigen. Dazu werden die Lkw-Fahrer schon allein wegen der Maut angehalten werden. Wie so etwas funktioniert, war kürzlich auf der B 6 in Dresden zu beobachten. Nach einem kurzen Abflauen des Verkehrsstroms, stieg nach Einführung der Lkw-Maut die Zahl der Schwerlaster wieder an. Deshalb glaube ich: Neue Straßen ziehen mehr Verkehr an.

Bleibt uns also nichts weiter übrig, als auszuharren?

Nicht unbedingt. Seit Anfang des Jahres gilt die Feinstaubverordnung der Europäischen Union auch in Deutschland. Die Verordnung gibt bestimmte Grenzwerte von Staubemission vor. An 35 Tagen im Jahr dürfen sie überschritten werden. Danach können die Kommunen zum Handeln schreiten. Einige Großstädte wie zum Beispiel München prüfen schon, welche Maßnahmen sie beim Überschreiten der zulässigen Staubemission einleiten werden. Geplant sind verschiedene Fahrverbote.

Wer sind die Verursacher von Staub?

Vor allem sind es Dieselfahrzeuge. Staub entsteht aber auch durch Reifenabrieb.

Und was kann nun der Weiße ritzkreis tun?

Er kann Messstellen an potenziellen Schwerpunkten einrichten, die die Staubbelastung messen. Auf Grundlage der Daten könnte er dann Maßnahmen ergreifen, um dem Einhalt zu gebieten. Ich weiß aber nicht, ob man sich im Landratsamt des Weißeritzkreises damit ernsthaft befasst. Nach unserer Erkenntnis ist dazu noch nichts unternommen worden.

Gespräch: Maik Brückner, Sächsische Zeitung 26. 03. 2005
Über uns | Site Map | Privacy Policy | Kontakt | ©2005 Bürgerinitiative "Lebenswertes Erzgebirge"