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Zehn neue Übergänge nach Tschechien
Von Hans-Jörg Schmidt, SZ-Korrespondent in Prag

Verkehr. Für Autos sollen die sächsischen Grenzen bis zum Jahr 2010 durchlässiger werden.

Prag. Sachsen und Tschechien wollen weitere Grenzübergänge für den Pkw-Verkehr öffnen. Darauf einigten sich Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) und der tschechische Vizeverkehrsminister Vojtech Kocourek gestern in Prag. Demnach soll die Zahl der Straßen-Grenzübergänge bis 2010 von jetzt 14 auf 24 erhöht werden. Jurk kündigte zudem an, demnächst in Warschau darauf drängen zu wollen, dass Polen die Hemmnisse für den Bau der B 178 im Dreiländereck beseitigt. Auch die Wiedereröffnung historischer Eisenbahnübergänge zwischen Sachsen und Böhmen werde geprüft.

Um das explosionsartig gewachsene Verkehrsaufkommen über die Grenze in den Griff zu bekommen, wollen beide Seiten zudem den Güterschienenverkehr ausbauen. Für Verwirrung sorgte Jurk mit Äußerungen über eine Wiederbelebung der „Rollenden Landstraße“ zwischen Dresden und Lovosice (Lobositz). Entsprechende Pläne wurden später dementiert und dann vom Minister zurückgenommen. Der Lkw-Huckepack-Verkehr war kurz nach dem Beitritt Tschechiens zur EU im vergangenen Jahr wegen des gesunkenen Interesses der Spediteure eingestellt worden. Eine Arbeitsgruppe soll laut Jurk Möglichkeiten ausloten, um die Lkw-Fahrer zu motivieren, wieder auf den Schienenweg zu wechseln.

Beim Elbe-Stau-Projekt an der Grenze zu Sachsen rückt Prag unterdessen von den ursprünglichen Planungen ab. Gegenüber der SZ informierte Vizeminister Kocourek über den Vorschlag seines Ressorts, „an Stelle von zwei nur eine Staustufe zu bauen. Dabei sollen die Umweltschutzerfordernisse in jedem Fall respektiert werden“, sagte er. Als Standort für die Staustufe nannte Kocourek Dolni Zleb.

Verwirrung
Kommentar v on Hans-Jörg Schmidt über Verkehrsprobleme im Grenzgebiet

Eine Glanzleistung legte Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk gestern in Prag wahrlich nicht hin. Erst nickte er zum Wunsch Tschechiens, zur Entlastung der verkehrsgeplagten Anwohner der E 55 die eingestellte Rollende Landstraße (RoLa) wieder aufleben zu lassen. Wenig später dementierte dann sein Ministerium in Dresden: Die alte RoLa werde es nicht wiedergeben. Abends dann sprach Jurk davon, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu holen. Also doch wieder eine Art RoLa, auch wenn das Projekt jetzt „kombinierter Ladungsverkehr“ heißt. Ein schönes Durcheinander!

Egal: Wenn die Bevölkerung entlang der B 170/E 55 in Zukunft wieder tief atmen kann, ohne an Lkw-Abgasen zu ersticken, spielt der Name des Projekts keine entscheidende Rolle. Es sollte bloß besser funktionieren, als der Minister gestern in Prag.

Sächsische Zeitung 10. 02. 2005

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