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Druck gegen den Dreck
Umweltamt räumt Überschreitung der Feinstaub-Werte an der B 14 ein

Amberg/Weiden. (jrh/upl) Der zu hohe Feinstaub-Anteil in der Luft sorgt weiterhin für Wirbel: Jetzt räumt das Bayerische Landesamt für Umweltschutz (LfU) ein, dass die Feinstaub- und sogar die Stickstoffdioxid-Werte entlang der Schwerlast-Routen in der Oberpfalz regelmäßig zu hoch sind.

Das LfU geht davon aus, dass der Grenzwert für Feinstaub in der Ortsdurchfahrt von Schnaittenbach (Kreis Amberg-Sulzbach) über das Jahr gesehen "deutlich überschritten" ist.

Auf Veranlassung des Schnaittenbacher Bundestagsabgeordneten Rudolf Kraus (CSU) hatte die Behörde für die Stadt an der Bundesstraße 14 eine Hochrechnung erstellt. "Wir wollen endlich wissen, wie viel Dreck die Anwohner an der B 14 in Schnaittenbach täglich schlucken müssen", sagte Kraus vor zwei Wochen.

Zu viel Stickstoffdioxid

Eine erste Antwort aus München liegt dem Politiker jetzt vor. "Die Immissionsberechnungen für die Anliegergemeinden der B 14 und der Ortsdurchfahrt der Stadt Schnaittenbach sind abgeschlossen. Danach hat sich der außergewöhnlich hohe Lkw-Anteil bestätigt", schreibt die Behörde in einem Brief an Kraus. Wie der Grenzwert für Feinstaub (40 Mikrogramm pro Kubikmeter) werde in Schnaittenbach aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der "besonderen baulichen Situation" auch die ab 2010 einzuhaltende Marke für Stickstoffdioxid von ebenfalls 40 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten.

"Ich denke schon, dass uns dieses Ergebnis nützen wird", schlussfolgert Kraus. "Wenn die Werte in Schnaittenbach deutlich höher liegen, werden mit Sicherheit auch andere Gemeinden und Amberg selbst betroffen sein", sagt der Politiker. Er geht davon aus, dass in zwei Wochen mit einer mobilen Messung begonnen wird, die dann vier Wochen lang die errechneten Werte empirisch überprüfen soll. "Im Juli soll die A-6-Anbindung an die A 93 bei Wernberg fertig sein - bis dahin sollten sich die Behörden etwas überlegt haben." Kurzfristig kämen Nachtfahrverbote und Umleitungen als Sofortmaßnahmen in Frage - mittelfristig müssten Filter für Dieselfahrzeuge forciert werden.

Für schnelleren A-6-Bau

Anderen leidgeprüften Gemeinden entlang der Schwerlast-Routen in der Oberpfalz empfiehlt Kraus den Schnaittenbacher Weg: "Die Stadt hat meines Wissens als einzige Landkreisgemeinde eine Messung beantragt." Kraus hat außerdem einen Brief an Innenminister Günther Beckstein geschrieben, in dem er von seinem Parteifreund wissen möchte, ob eine Beschleunigung des A-6-Baus technisch machbar sei. Hintergrund: "Schröder hat in seiner Regierungserklärung für einen schnelleren Ausbau von Verkehrswegen für die nächsten vier Jahre je 500 Millionen Euro in Aussicht gestellt - damit könnte die A 6 bis 2007 fertig gebaut werden."

In der Oberpfalz gibt es fünf stationäre Mess-Stationen zur Luftüberwachung. Sie befinden sich in Regensburg, Schwandorf, Sulzbach-Rosenberg, Tiefenbach (Kreis Cham) und Weiden. München hat am Ostersonntag als erste Stadt in Deutschland den zulässigen Jahresgrenzwert für Feinstaub überschritten. Ein Münchner reichte am Dienstag Klage beim Verwaltungsgericht München gegen die Stadt ein.

Quelle. Oberpfalznet (http://www.zeitung.org/zeitung/696536-100,1,0.html) 30. 03. 2005

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