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Aus dem Verkehr gezogen - Sachsen und Tschechien wollen Rollende Landstraße einstellen - SPD drängt auf Weiterführung

Dresden/Prag (ddp-lsc). Die so genannte Rollende Landstraße (RoLa) zwischen Dresden und dem tschechischen Lobositz wird aus dem Verkehr gezogen. Die tschechisch-sächsische RoLa-Kommission entschied am Dienstag, das einmalige Gütertransportprojekt zum frühestmöglichen Zeitpunkt einzustellen. Sachsens Wirtschaftsministerium führte den Beschluss auf die zu geringe Auslastung zurück. Die SPD-Landtagsopposition verlangte indes die Weiterführung der RoLa, bis die Autobahn A 17 fertig gestellt ist.

Ursprünglich sollte die RoLa mindestens bis zur Fertigstellung der Autobahn 17 und der tschechischen D 8 von Dresden nach Prag Lastwagen auf Schienen transportieren. Sie war 1994 gestartet worden, um die Bundesstraße 170 durch das Osterzgebirge zu entlasten. Laut Ministerium verständigten sich die Vertreter der RoLa-Kommission in Prag in einem kurzfristig anberaumten Treffen auf das Ende. Ausschlaggebend seien finanzielle Gründe gewesen. Den Angaben zufolge war die Auslastung der RoLa nach dem EU-Beitritt Tschechiens zu Monatsbeginn auf weniger als zehn Prozent gesunken.

Laut Wirtschaftsministerium hat auch Tschechien keine Perspektive für eine erhöhte Auslastung gesehen. Verantwortlich für deren Rückgang seien die Liberalisierung des internationalen Straßengüterverkehrs und der Wegfall der Zollkontrollen an den Grenzübergängen, weswegen Transportunternehmen auf die Straße umgestiegen waren.

Die RoLa wird den Angaben nach jährlich mit fünf Millionen Euro vom Freistaat und mit 2,5 Millionen Euro von der Tschechischen Republik bezuschusst. Dies habe für eine Auslastung der RoLa von 70 bis 80 Prozent gegolten, wie es sie in den vergangenen Jahren gegeben habe. Nehme sie ab, könnte der Betrieb laut Ministerium nur mit noch höheren Zuschüssen fortgesetzt werden.

Die Kündigungsfrist der Verträge betrage drei Monate, erklärte das Ministerium. Bis zur Einstellung der RoLa, deren Termin auch die bevorstehenden Bauarbeiten auf der Strecke Pirna-Schöna berücksichtigen werde, solle die Zahl der täglichen RoLa-Zugabfahrten verringert und der Fahrpreis gesenkt werden. Ferner kündigte das Wirtschaftsministerium für Juli die Präsentation einer Studie zum «Container»-Verkehr zwischen Sachsen und Tschechien an. Beide Seiten seien sich einig, zügig eine Nachfolgelösung für den «Huckepack-Verkehr» auf den Weg bringen zu wollen.

Im Herbst vergangenen Jahres hatten sich Sachsen und Tschechien noch gemeinsam für eine Ausweitung der RoLa ausgesprochen. Die Umweltminister beider Länder hatten eine Strecke von Berlin bis Budapest ins Gespräch gebracht und schon die zeitliche Beschränkung der RoLa bis zur Fertigstellung der A 17, die für 2006 anvisiert wird, kritisiert.

SPD-Fraktionsvize Simone Raatz nannte den jetzigen Beschluss ein völlig falsches Signal. Die Anwohner der B 170 dürften bis zur Inbetriebnahme der A 17 nicht im Stich gelassen werden. Zu befürchten sei, dass die vom Tourismus lebende Region Osterzgebirge wirtschaftlich ruiniert werde. (Quellen: Wirtschaftsministerium und Raatz in Pressemitteilungen)

Quelle: http://de.news.yahoo.com/040518/336/41dhr.html, Dienstag 18. Mai 2004

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