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Rollende Landstraße ist Geschichte
Letzter Zug war mit zwei Lkw unterwegs

Dresden/Lovosice - Die Rollende Landstraße (RoLa) zwischen Sachsen und Tschechien ist Geschichte. Nach fast zehn Jahren verließ am Samstag der letzte Huckepack-Transport für Lastkraftwagen auf der Schiene den Güterbahnhof Dresden-Friedrichstadt in Richtung der böhmischen Industriestadt Lovosice. „Es ist traurig, aber wahr“, sagte Hannelore Metzkow von der Agentur RoLa enttäuscht der dpa. Noch am Vorabend waren zwei Gemeinden mit einem Antrag zum Stopp der RoLa- Einstellung vor dem Verwaltungsgericht Dresden gescheitert.

Das Interesse an dem Projekt war nach der EU-Erweiterung mit dem Wegfall von Beschränkungen für den Lkw-Verkehr immer weiter gesunken. Um 9.35 Uhr kam am Samstag auch der letzte Zug aus Tschechien in der Landeshauptstadt an - ohne Lkw. Für die zwölf Mitarbeiter der Dresdner Agentur RoLa des Betreibers Kombiverkehr (Frankfurt/Main) bedeutete dies zugleich den Verlust ihres Jobs. „In unserem Alter wird es schwer, wieder etwas zu finden“, sagte Metzkow während der Abschiedsfeier.

Die Gemeinden Altenberg und Bannewitz (Weißeritzkreis) wollten den Freistaat noch per einstweiliger Anordnung zwingen, den Vertrag zum Betreiben des begleiteten Kombiverkehrs bis Jahresende fortzuführen. Nach Auffassung des Gerichts könne das Ziel des Antrags nicht mehr erreicht werden, da der entsprechende Vertrag gekündigt und die Einstellung mit tschechischen Behörden bereits vereinbart sei. Es bestehe keine Möglichkeit, in die Vertragsbeziehungen einzugreifen.

Mit der im September 1994 eingerichteten RoLa sollten der deutsch- tschechische Grenzübergang Zinnwald und die Bundesstraße 170 vom Schwerlastverkehr entlastet werden. Sachsen steuerte pro Jahr 5 Millionen Euro bei, Tschechien 2,5 Millionen Euro. Ursprünglich war geplant, die RoLa bis zur Fertigstellung der Autobahn A 17 Dresden- Prag 2008 zu betreiben. Die Auslastung der Züge, die bis zu 23 Laster aufnehmen konnten, war immer weiter gesunken und lag zuletzt bei 10 Prozent. Zu Hochzeiten waren es 70 bis 80 Prozent. (dpa)


Sächsische Zeitung, Sonnabend, 19. Juni 2004

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