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Rollende Landstraße endet auf dem Abstellgleis
Tschechien und Sachsen stoppen Lkw-Transport per Zug

Prag/Dresden. Die Rollende Landstraße (Rola) zwischen Dresden und dem nordböhmischen Lovosice wird schnellstmöglich eingestellt. Das beschloss gestern in Prag die zuständige sächsisch-tschechische Kommission auf einer außerplanmäßigen Sitzung.

Das Treffen im Verkehrsministerium war einberufen worden, nachdem die Auslastung der Züge, die seit Jahren im "Huckepack"-Verfahren Lkws über die Grenze transportiert hatten, nach dem Beitritt Tschechiens zur EU drastisch zurückgegangen war. Zuletzt wurde das Angebot nach offiziellen Angaben zu "weniger als zehn Prozent" genutzt. Tschechien hat das Verkehrsprojekt bisher mit 2,5 Millionen Euro im Jahr und Sachsen sogar mit fünf Millionen Euro gefördert.

Der genaue Termin für die Einstellung der Rola wird unter Berücksichtigung der geplanten Bauarbeiten auf dem Bahnabschnitt Pirna - Schöna noch festgelegt, hieß es gestern sowohl aus Prag als auch aus dem Dresdner Wirtschaftsministerium. Für die Verträge gilt eine dreimonatige Kündigungsfrist. Bis zum Ende der Rola sollen die täglichen Fahrten verringert und die Preise für die Nutzer gesenkt werden.

Ursprünglich sollte die Verbindung erst mit der Fertigstellung der Autobahn 17 zwischen Dresden und Prag eingestellt werden. Beide Seiten wollen schnell eine Nachfolgelösung für einen "Huckepack"-Verkehr für Container erarbeiten. Das tschechische Verkehrsministerium hatte bis zuletzt an der Rola festhalten wollen. Vizeminister Vojtech Kocourek sagte, er sehe auf lange Sicht eine Chance für das Projekt, wenn der Lkw-Verkehr auf der Straße durch die Einführung einer Maut zu teuer für die Spediteure werde.

Die sächsische SPD nannte die Einstellung der Rola ein falsches Signal und warf Wirtschaftsminister Martin Gillo (CDU) in dem Zusammenhang Konzeptionslosigkeit vor. Mit der Rola falle die einzige Möglichkeit weg, um das von vielen Anwohnern geforderte Lkw-Nachtfahrverbot auf der überlasteten Bundesstraße 170 doch noch durchsetzen zu können. (SZ/hjs/gs)

Sächsische Zeitung, Mittwoch, 19. Mai 2004

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