Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

Gästebuch | Forum | Kontakt | Impressum
Presse 2005 | Presse 2004 | Presse 2003 | Presse 2002
aktuelle Aktionen | Aktionen der Vergangenheit | Tour de Natur |
Bürgerinitiative | Bündnis 90/Die Grünen | SPD | PDS | CDU | andere |
Briefe von Bürgern/Initiativen | Briefe von Parteien | Antworten |
0

 

Zur wahrscheinlich letzten Sitzung in dieser Legislaturperiode beschäftigten die Kreisräte am Dienstagabend in Dippoldiswalde die alten Probleme: Finanznot und Verkehrsbelastung.

Landrat hat keinen Plan
Verkehrskonzept für den Weißeritzkreis wird erst in Jahren vorliegen

Es gibt immer noch kein Verkehrskonzept für den Weißeritzkreis. Und es ist in den nächsten Jahren auch keines zu erwarten.

Mandy Schaks

Landrat Bernd Greif (CDU) sollte auf Beschluss des Kreistages vom Vorjahr ein Verkehrskonzept bis 31. März 2004 erarbeiten. Aber "eine umfassende Verkehrskonzeption für den Weißeritzkreis liegt nicht vor", räumte Thomas Rechentin, 1. Beigeordneter im Landratsamt, ein. Dem ständen rechtliche Probleme entgegen. Rechentin geht u. a. davon aus, dass die B 170 nach Inbetriebnahme der Autobahn A 17 nicht herabgestuft wird und weiter eine Bundesstraße bleibt. Auch sei der Landkreis auf die Mitwirkung des Freistaates angewiesen. Und das Wirtschaftsministerium habe klar gesagt, dass es Analysen zum Verkehr erst nach Fertigstellung der A 17 gebe. Das bestätigte gestern die Behörde auf SZ-Nachfrage. Es zeige sich erst dann, wie sich der Verkehr tatsächlich entwickeln wird. Mit der Freigabe der A 17 rechnet man in Dresden allerdings nicht vor 2006.

Und so lange wird es auch kein Verkehrskonzept für den Weißeritzkreis geben. "Wir allein können das nicht leisten", sagte Landrat Greif. "Das Wirtschaftsministerium wird sich derzeit mit Null Euro daran beteiligen." Und wenn der Kreis auf vorliegende Verkehrsprognosen zurückgreift, sei das Risiko groß, dass ab 2006 alles wieder anders wird. "Deshalb halte ich das jetzt nicht für sinnvoll", so Greif.

Er begrub zugleich eine andere Hoffnung: Gefahrgut-Transporte wird der Kreis nicht von der B 170 bekommen. "Das Wirtschaftsministerium sagt, es hat keinen Sinn, diesen Weg weiter zu verfolgen." Wenn die Straße für Gift-Lkws gesperrt wird, muss es eine Ausweichstrecke geben. Doch diese ist nicht da, "und die Rollende Landstraße wird nicht als Alternative betrachtet", so Greif.

Eine gute Nachricht gab es aber doch noch: Das Wirtschaftsministerium lässt eine Analyse zur Verkehrssicherheit auf der B 170 erstellen. Diese soll in etwa zwei Monaten vorliegen, sagte gestern eine Sprecherin. Auf der Grundlage kann dann der Kreis Maßnahmen treffen.

Die SPD-Fraktion, die mit ihrem Antrag diese Debatte ausgelöst hatte, war von den trüben Aussichten nicht überrascht, weil sie sich abzeichneten. Kreisrat Rainer Maus sparte dennoch nicht mit Kritik. "Herr Landrat, Sie haben einen Beschluss des Kreistages missachtet", sagte er. "Wir mussten Sie darauf hinweisen. Warum Sie in den acht Monaten nichts dazu vorgetragen haben, verstehe ich nicht." Das verstand Landrat Greif offenbar selber nicht mehr und räumte ein, dass er hätte informieren müssen.

Sächsische Zeitung (Lokales Dippoldiswalde ), 08.04.2004

Über uns | Site Map | Privacy Policy | Kontakt | ©2005 Bürgerinitiative "Lebenswertes Erzgebirge"