Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Die RoLa soll noch bis 2006 weiter rollen

Danach könnten Lkws durch Container ersetzt werden

Die Rollende Landstraße (RoLa) zwischen Dresden und dem böhmischen Lovosice (Lobositz) ist eine gute Alternative zum Schwerlasttransport über die deutsch-tschechische Straße. In dieser Feststellung waren sich am Mittwoch alle Teilnehmer der Konferenz einig. Dennoch war bei einigen die Sorge groß, dass die RoLa schon 2005 eingestellt wird. So etwas hatte Jindrich Pech von der Bürgerinitiative Bärwurz aus Dubi gehört.

Bernd Rohde vom sächsischen Wirtschaftsministerium konnte ihn beruhigen. Er sei sich mit seinen tschechischen Kollegen einig, dass die RoLa nicht vor dem Ende des Autobahnbaus 2006 eingestellt werden könne. Dennoch gab er zu bedenken, dass der auf Schienen fahrende Lkw-Transporter zurzeit nur mit 80 Prozent ausgelastet ist. Ein Fakt, der sehr wohl im Sächsischen Landtag registriert wird. Schließlich muss das Parlament jedes Jahr zustimmen, dass 4,5 Millionen Euro als Subventionen gezahlt werden.

Das sei zu hoch, finden die Abgeordneten. Deshalb muss das Wirtschaftsministerium nach Alternativen suchen. "Machbar wäre zum Beispiel, mehr Wagen oder mehr Zugpaare einzusetzen", sagte Rohde. Das würde aber nach den Prognosen im Ministerium mehr Kosten verursachen und wäre deshalb nicht durchsetzbar.

Zwei Vorschläge zur besseren Auslastung bekam schon Rohde am Mittwoch zu hören. Karel Rubacek von der "Initiative gegen Lkws" aus Usti forderte die Ministerien auf, die Unternehmen mehr zu motivieren, die RoLa zu benutzen. Einen ganz praktischen Vorschlag unterbreitete Jindrich Pech. Er habe erfahren, dass viele Speditionen den Weg über die RoLa scheuen, weil dort jeder Lkw technisch überprüft werde. Die Kontrolleure in Dresden-Friedrichstadt scheinen mehr Zeit als ihre Kollegen an der Grenze zu haben. Dort werden nur etwa 20 Prozent aller Schwerlaster kontrolliert. Deshalb regte Pech an, die Kontrollen zu vereinheitlichen. Rohde versprach, das zuständige Innenministerium über diese Ungleichbehandlung zu informieren. Sicher werde es dafür auch eine Lösung geben, sagte Rohde.

Der Ministerialdirigent nahm auch dazu Stellung, wie es mit der RoLa weiter gehen könnte und ging damit auf eine Forderung der Bürgerinitiative "Lebenswertes Erzgebirge" ein. Diese regte an, die RoLa auch nach Fertigstellung der Autobahn 2006 weiter zu betreiben und über Dresden und Lovosice hinaus zu erweitern. In ihrer bisherigen Form wird das wohl kaum möglich sein, räumte Rohde aus den genannten Gründen ein. Dennoch liegt in seinem Haus ein Konzept zur Zukunft der RoLa vor. Anstatt Lkws aufzuladen, sollten nach 2006 Container über die Schiene nach Tschechien rollen. (SZ/mb)

Sächsische Zeitung Freitag, 7. November 2003

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