Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Was sind uns Natur und Umwelt wert?

Zu den Bauplänen für die Autobahn Dresden-Prag und eine neue B 170 schreibt André Hanke aus Dittersdorf:

Es ist bemerkenswert, wie sich die Leute engagieren, wenn es um ihr eigenes Wohlbefinden geht. Es ist erschreckend, was die Schmiedeberger oder Ulberndorfer (Umweltschützer???) tun, wenn eine neue Strecke geplant ist. Dieser Egoismus ist unglaublich: Andere haben jetzt das Problem. Was passiert, wenn der sächsische Wirtschaftsminister jetzt sagt: „Ja, liebe Leute, seht ihr endlich ein, dass wir den 3. Autobahnabschnitt unbedingt brauchen?“ Nein, wir brauchen ihn nicht.

Die Zerstörung des Osterzgebirges muss aufgehalten werden. Wir geben unsere Natur nicht für die Osterweiterung des Westens her, schon gar nicht für Dinge, die schon bei Hitler im Plan standen.

Mir kommt es vor, als ob auch die Planer und Förderer der Autobahn eine alte Denkweise haben. Der Bau der Autobahn schafft für ein bis zwei Jahre Arbeitsplätze. Danach für Jahrzehnte doppelt und dreifach wieder ab. Kein Unternehmen wird dann bei uns sesshaft, wo Tschechien nur zwei Stunden entfernt ist. Alle werden an Dresden, Heidenau und Pirna vorbeifahren, um dort billiger produzieren zu können.

Alles in allem: Wer macht Urlaub an der Autobahn? Wir büßen Tourismus, Umwelt und Arbeitsplätze ein für eine 30 km lange Autobahn. Unglaublich, dass da keiner etwas dagegen unternimmt. Die Schweizer haben schon vor vielen Jahren einen über 10 km langen Tunnel gebaut; im Osterzgebirge baut man im „neuen Jahrtausend“ wie vor 75 Jahren. Warum bauen wir auf die selbe Trasse nicht eine rollende Landstraße mit Tunnel? Pirna würde eine europaweit bekannte Stadt werden mit dem Zeit entsprechenden Bauwerk. Der Zug kann in einem langen Tunnel fahren, keine Zollgrenzstation und für die Brummifahrer drei bis vier Stunden Pause. In unserem Osterzgebirge würde bei höherem Wirtschaftswachstum weniger Schaden entstehen. Die sich im Aufbau befindende Luchspopulation könnte sich weiterentwickeln und das Osterzgebirge, neben der Sächsischen Schweiz, Touristenanziehungspunkt bleiben.

Wenn der Verkehrsverbund Oberelbe das Wochenendticket für fünfzehn Euro wieder einführen würde, wären sicherlich viele bereit, das Auto stehen zu lassen. Wenn für ein solches Projekt die Gelder fehlen, dann frage ich mich, wie viel uns unsere Umwelt und Natur wert sind.

Das Osterzgebirge soll das Naherholungsziel für Dresden, Heidenau und Pirna bleiben. Dafür muss aber etwas getan werden: den Transitverkehr auf die Schiene verlegen und keine neuen Straßen bauen. Es ist schrecklich, erst auf die nächste Generation warten zu müssen, mit mehr Umweltbewusstsein und besseren Ideen.

Sächsische Zeitung, 27.05.2003

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