Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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B 170 ab 1. Juli auch für Lkws frei

Altenbergs Bürgermeister forderte bei der Staatsregierung einen Aufschub – jedoch ohne Erfolg

Erst nach Beseitigen der Hochwasserschäden entlang der B 170 sollte die Straße wieder komplett für den Verkehr freigegeben werden. Diese Forderung konnte Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten beim sächsischen Wirtschaftsministerium jedoch nicht durchsetzen.

Barbara Breuer

Unzufrieden sind viele Altenberger mit der geplanten Freigabe der B 170 für den Schwerlastverkehr. Wirtschaftsminister Martin Gillo (CDU) schrieb dem Bürgermeister von Altenberg: „Sobald die größten Schäden des Augusthochwassers beseitigt sind, wird die B 170 voraussichtlich ab 1. Juli 2003 auch für den Schwerverkehr wieder freigegeben.“

Thomas Kirsten hatte sich zuvor in einem Schreiben an den Staatsminister für die Öffnung der B 170 eingesetzt – jedoch erst nach Ende der Bauarbeiten an Brücken, Straßen, Abwasserkanälen und Gewässern mit Stützmauern. Dabei wies Kirsten auf die Bagger und Kräne hin, die während der Arbeiten nur auf der B 170 stehen könnten. „Was dies für Rückstaus und damit Belastungen für die Pendler von Altenberg nach Dresden bedeutet, muss ich wohl nicht näher ausführen ...“, schrieb Kirsten. Auch Busunternehmen und Gäste mit eigenem Pkw würden kaum noch in die Region kommen, wenn die Reise von Dresden stundenlang dauere.

Außerdem soll der durch die Flut zerstörte Schmutzwasserkanal in Schmiedeberg neu gebaut werden. „Wenn der Kanal-Bau bis zum 1. Juli begonnen werden kann, dann hätten wir durch die Freigabe der B 170 für den Schwerlastverkehr ein Problem“, sagte die Kämmerin der Gemeinde Schmiedeberg Barbara Rademacher. Der Kanal soll auf rund 800 Metern in der Bundesstraße verlegt werden. „Die Belastungen durch Pkws und Baufahrzeuge sind jetzt schon enorm. Mit zusätzlichen Lkws wird es sehr kompliziert“, sagte Rademacher.

Auf den in Kirstens Schreiben erwähnten Bau des Kanals ging der Staatsminister nicht näher ein. Er begründete die Wiedereröffnung jedoch wie folgt: „Das Hinauszögern der Freigabe ist aus wirtschaftlichen und verkehrspolitischen Gründen nicht gerechtfertigt, da die B 170 eine der wichtigsten Transitstrecken Sachsens ist.“ Gerade deshalb fordert die Bürgerinitiative „Lebenswertes Erzgebirge – Heimat erhalten“, die B 170 hochwassertauglich zu gestalten, den Anwohnern Schallschutzfenster einzubauen sowie die Straße mit schalldämpfendem Asphalt auszustatten. Und zwar bevor die Brummis wieder darüber rollen dürfen. Der Sprecher der Bürgerinitiative, Holger Flegel: „Wir sind grundsätzlich nicht dafür, die Straße zum 1. Juli wieder frei zu geben, denn sie ist nicht dafür gemacht, diesen Verkehr zu schlucken. “ Durch die Baumaßnahmen und die Lkws werde das Leben entlang der B 170 für die Anwohner noch unerträglicher.

„Ich finde es schade, dass man über so wichtige Themen einfach hinweg geht und Absagen erteilt“, sagte Kirsten über die Reaktion des Staatsministers. Immerhin seien der ganze Kreis sowie der Tourismus als einer seiner Haupterwerbszweige davon betroffen. Kirsten ergänzte: „Da muss man sich fragen, wie die Politiker ihre Fürsorgepflicht wahrnehmen.“ Während der Stadtratssitzung las er das Antwortschreiben von Martin Gillo vor. Die Stadträte diskutierten das Thema anschließend nicht mehr.

Wie hier in Ulberndorf gibt es an der B170 noch einige Engstellen. Viele Leute befürchten, dass bis zum 1. Juli nicht alle Hochwasserschäden beseitigt werden können und durch die Baustellen ein Verkehrschaos entsteht.

Sächsische Zeitung (Lokales Dippoldiswalde ), 20.03.2003

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