Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Sächsische Zeitung
Dienstag, 21. Januar 2003

In Falkenhain geht vieles gemeinsam

Nachbarschaftshilfe wird groß geschrieben / Gemischte Gefühle zur neuen B170
Von Michael Matthes

Wenn sich die Falkenhainer besinnen, wissen sie wirklich, was sie haben. Sie sind eine sympathische Dorfgemeinde, teilen Freud und Leid, sind hilfsbereit und offen. In den Genuss dieser Eigenschaften kamen in der Vergangenheit vor allem die Touristen. Doch die haben sich rar gemacht im Ort. Schade, finden die Falkenhainer, denn nun ist auch weniger los im Dorf.

Dennoch blasen die Bewohner kein Trübsal, verstehen es, die Freuden des Dorflebens auszukosten. Hat jemand Silberhochzeit, rückt das halbe Dorf an. Das jährlichen Feuerwehrfest ist ein kultureller Höhepunkt, an dem alle zusammen kommen. Geselligkeit finden viele Frauen des Ortes beim sportlichen Übungsabend alle zwei Wochen. Gemeinsam haben die Falkenhainer auch eine eigene Wasserleitung gebaut und eine Antennenanlage errichtet. Froh sind sie auch, dass der Dresdner Hans John 1995 den Gasthof übernommen hat. In der gemütlichen Gaststube werden Jubiläen gefeiert. Die Feuerwehrleute halten ihre Dienste ab und regelmäßig trifft sich der Ortschaftsrat dort.

Das Für und Wider einer neuen B170

Zänkisch sind sie nicht, die Falkenhainer. Doch wenn es um die neue B 170 geht, herrscht nicht unbedingt Einigkeit im Ort. Eine Variante der Bundesstraße könnte, im östlichen Bogen, nicht all zu weit am Dorf vorbei führen. Manche Bewohner stehen dem Vorhaben positiv gegenüber, hoffen mit dem Bau der Straße wieder mehr Leben in den Ort zu bekommen. Auch sei die Verbindung nach Dresden damit unschlagbar günstig. Eine Investition in die Zukunft, so ihr Gedanke. Andere wiederum glauben, die Straße bringe Lärm, Schmutz und verschrecke die Touristen eher, anstatt sie anzulocken. Verärgert ist so mancher Dorfbewohner über die Ungewissheit. Man müsse besser informiert werden. Gern hätten die Dorfbewohner mal ein Konzept zum Straßenneubau gesehen, fühlen sich durch Heimlichtuerei an der Nase herum geführt.

Um Falkenhain attraktiver zu gestalten, hat sich der Ort im vergangenen Jahr als Förderdorf beworben. Leider ist daraus nichts geworden. Doch in diesem Jahr versuchen es die Falkenhainer abermals. Die Leute mögen ihren Ort, wollen ihn pflegen. Dafür sind ihnen auch ungewöhnliche Initiativen gerade recht. So geschehen am damals löchrigen Waldweg. Demonstrativ pflanzten die Anwohner Blumentöpfe in die Schlaglöcher und bekamen Aufmerksamkeit und danach einen sanierten Waldweg. Einmal zusammen gekommen, formierten sich aus den Waldweggärtnern die Kegelbrüder, die sich nun regelmäßig treffen.

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