Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Tschechien sagt Bürgerinitiativen Tonnagebegrenzung für B170 zu

Dubí/Zinnwald. Die Bilder sind täglich die gleichen: Lkw-Schlangen so weit das Auge reicht. Vor dem Zinnwalder Grenzübergang gehören sie längst zum Alltag. Und das, weil die Grenzer mit dem Abfertigen der Trucks nicht hinterher kommen. Dort wo sie fahren können, in Obercarsdorf, Schmiedeberg und Kipsdorf, rollen die Ritter der Landstraße die ganze Nacht hindurch, so dass die Anwohner entlang der Bundesstraße 170 kein Auge zu tun können. Um diesen haltlosen Zustand zu ändern und Zukunftsvisionen zu entwickeln, wie sich der Verkehr nach der Fertigstellung der Autobahn auf der Bundes- und Europastraße entwickeln könnte, trafen sich gestern in der tschechischen Stadt Dubí Vertreter von der tschechischen und deutsche Seite. Organisiert hatten das Treffen die beiden tschechischen Bürgerinitiativen "Erzgebirger Bärenwurz" und "Gemeinde gegen Lkw" gemeinsam mit den sächsischen Interessenvertretern "Lebenswertes Erzgebirge". Ihrer Einladung waren der tschechische Vize-Verkehrsminister Jirí Kubínek, Petr Lausmann vom Straßen- und Autobahnen Direktorium Prag sowie acht tschechische Bürgermeister gefolgt, deren Städte und Gemeinden entlang der E55 liegen. Als Vertreter der sächsischen Staatsregierung argumentierte der Abteilungsleiter für Verkehr, Dr. Bernd Rohde vom Wirtschaftsministerium und für die Stadt Altenberg nahm Bürgermeister Thomas Kirsten Wissenswertes mit nach Hause. Beinah obligatorisch aber war die Diskussionsrunde für das Landratsamt Weißeritzkreis, dessen Beigeordneter Bela Belafi den Landrat Bernd Greif vertrat.

Andreas Warschau von der Bürgerinitiative "Lebenswertes Erzgebirge" zeigte sich eher enttäuscht. Lediglich die Zusicherung von Bernd Rohde, an der Zinnwalder Grenze strengere technische Kontrollen erwirken zu wollen, die denen an der rollenden Landstraße (Rola) in Dresden gleichkommen, konnte er mit nach Hause nehmen. Was er und Holger Flegel nicht erwirken konnten, waren ein Nachtfahrverbot auf der B 170, die Verlagerung von Gefahrguttransportern auf die Rola sowie die Verteilung der Schwerlastverkehrs auf mehrere Grenzübergänge. Auf das Konto des Vize-Verkehrsministers Kubínek ging hingegen das Versprechen, sich für eine Tonnagebegrenzung auf der B170 einzusetzen, sobald die A 17 fertig gestellt ist. Und der Regionaldirektor des Speditionsvereins Martin Felix garantierte den gebeutelten Anwohnern, dass kein tschechischer Schwertransporter mehr über die Bundesstraße fährt, sobald die Strecke Dresden-Prag frei gegeben ist. Alle anderen Befürchtungen der Gastgeber, wie eine Verdreifachung des Verkehrs durch den Autobahnbau und das Aus für die Rola sobald die Autobahn fertig ist, konnte Rohde nicht ausräumen.

Hinzu kam die Aussicht des Direktors Petr Lausmann, dass die A17 nicht wie geplant bis 2006 fertig wird. "Und wenn, dann nur einspurig", räumt Lausmann ein. Da kommt es nicht von ungefähr, wenn Altenbergs Bürgermeister Kirsten sich ausrechnet: "Wenn die Autobahnanschlussstelle Dresden-Süd im nächsten Jahr fertig wird", dann Gnade uns Gott. Dann wird der Weißeritzkreis überrollt".

K. Ardelt , Dresdner Neueste Nachrichten 06. 11. 2003

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