Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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"Begräbnis 1. Klasse" für die neue B170

Dresden/Dippoldiswalde/Pirna. Der Bau der Bundesstraße B170 auf einer neuen Trasse von Dippoldiswalde bis Altenberg ist ausgeschlossen. Diese Ansicht vertritt der sächsische Bundestagsabgeordnete Peter Hettlich (Bündnis 90/Grüne). Die Neubau-Pläne von Wirtschaftsminister Martin Gillo (CDU) hätten nicht nur einen sehr schlechten Nutzen-Kosten-Faktor, sondern seien auch mit erheblichen Umweltproblemen verbunden.

Die heftig umstrittene Trasse ist in den künftigen Bundesverkehrswegeplan als "weiterer Bedarf" aufgenommen. Für den Bündnisgrünen Hettlich, Mitglied des Verkehrsausschusses im Bundestag, ist das ein "Begräbnis 1. Klasse". Das Projekt sei mit völlig realitätsfremden Angaben vom Freistaat Sachsen für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet worden. So veranschlage der Freistaat für eine Strecke von 18,5 Kilometern lediglich Kosten von 27,1 Millionen Euro. "Da können sie locker Faktor fünf anlegen", sagte Hettlich unter Verweis auf das fragliche Gelände und vergleichbare Projekte. Das umweltpolitische Konfliktpotenzial komme noch hinzu. Sowohl Umweltministerium als auch Umweltbundesamt seien sensibilisiert.

Probleme mit der Realitätsnähe angemeldeter Kosten gibt es auch in Pirna mit Blick auf die Ortsumgehung der B172 Bauabschnitt 1 bis 3b, die im vordringlichen Bedarf eingeordnet ist und damit Priorität genießt. "Wir sind erst einmal froh, dass dieser Teil der Pirnaer Ortsumfahrung im Entwurf des Verkehrswegeplanes drin steht. Allerdings macht uns die genannte Summe von 20,7 Millionen Euro stutzig", sagt Klaus Hensel, Sprecher der Stadt Pirna und begründet das damit, dass die Kosten für die reichlich fünf Kilometer lange Straße hinauf zum Sonnenstein von den Experten bisher immer deutlich höher eingeschätzt wurden. Das lasse befürchten, dass die von der Stadt gewünschte Untertunnelung des Kohlberges und die anschließende Hochbrücke zur Viehleithe wenig Chancen haben. "Trotzdem, wichtig ist, dass die Umfahrung überhaupt kommt", betont Hensel.

Fragen um B172 in Pirna
Wie sie aussehen wird, kann auch Dietmar Pietsch, Leiter des Straßenbauamtes Dresden, noch nicht sagen. "Auf unseren Ende November vergangenen Jahres gestellten Antrag auf die Eröffnung des Linienbestimmungsverfahrens haben wir noch keinen Bescheid vom Bundesverkehrsministerium erhalten", erklärt er. Deswegen habe sein Amt bisher nur untersucht, wie dieser Teil der Ortsumfahrung am zweckmäßigsten in Höhe des so genannten Lindigutes (unweit der Zehistaer Straße) mit dem Autobahnzubringer (ebenfalls vordringlicher Bedarf) verbunden werden kann, dessen Bau kürzlich begonnen wurde. Von dort soll die neue Trasse aus Naturschutzgründen nach den Vorstellungen der Stadt in östlicher Richtung in einem Tunnel verschwinden und hinterm Kohlberg die Viehleithe überbrücken.
I. Pleil/B. Lichtenberger

Dresdner Neueste Nachrichten 21. 03.2003

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