Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

Gästebuch | Forum | Kontakt | Impressum
Presse 2005 | Presse 2004 | Presse 2003 | Presse 2002
aktuelle Aktionen | Aktionen der Vergangenheit | Tour de Natur |
Bürgerinitiative | Bündnis 90/Die Grünen | SPD | PDS | CDU | andere |
Briefe von Bürgern/Initiativen | Briefe von Parteien | Antworten |
0

 

Umweltminister: "RoLa" ausdehnen statt einstellen

Dresden. Was wird aus der Rollenden Landstraße, wenn die Autobahn Dresden-Prag fertiggestellt ist? Wenn es nach Umweltminister Steffen Flath (CDU) ginge, müsste sie weiterrollen, aber nicht nur wie bisher zwischen Dresden-Friedrichstadt und dem tschechischen Lobositz (Lovosice), sondern von Berlin über Dresden und Prag nach Budapest.

"Die jetzige Strecke ist viel zu kurz", kritisiert er, wohl wissend, dass die Huckepack-Züge eingerichtet wurden, um die Anwohner der B 170 wenigstens von einem Teil des Transitverkehrs zu entlasten. "Es müsste sich doch für die Spediteure lohnen, ihre Lkws auf den Zug zu stellen und ihre Fahrer nach Prag oder Budapest zu bestellen", meint Flath und wirbt dafür, bei der Vorbereitung der EU-Osterweiterung stärker auf die Eisenbahn zu setzen.

Burkhard Zscheischler, Pressesprecher im Wirtschaftsministerium, erinnert allerdings daran, dass die Rollende Landstraße 1994 nur ins Rollen kam, weil sie sowohl von deutscher als auch tschechischer Seite subventioniert wird. Und daran wird auch die für den 1. März angekündigte Preiserhöhung von 70 auf 78 Euro für eine einfache Fahrt nichts Entscheidenes ändern. Zscheischler bestätigt, dass es Gespräche und auch private Pläne für eine Verlängerung der Rollenden Landstraße gibt. Doch ein Zuschussgeschäft für den Freistaat dürfe sie dann nicht mehr sein. Entscheidend für die Spediteure sei, wie schnell die Güter von A nach B gebracht werden. Das ist im Moment auch der größte Mangel der RoLa. Schon das Verladen kostet Zeit. Aber auch die Reisezeit ist im Moment noch zu lang, weil große Abschnitte der 150 Jahre alten Strecke nach Prag nur eine Geschwindigkeit von 70 Stundenkilometern zulassen. Erst Ende des Jahres will die Deutsche Bahn AG mit einer grundlegenden Strecken-sanierung beginnen, teilt DB-Sprecherin Kerstin Eckstein mit. Ziel sei eine Durchlassfähigkeit von 160 Kilometern in der Stunde. Doch auch unter solchen Voraussetzungen und der Einführung der Lkw-Maut, betrachtet die Bahnsprecherin eine Verlängerung der Rollenden Landstraße skeptisch. "Lkws über 300 Kilometer zu transportieren, ist nicht die Lösung" , meint sie und erklärt für das "Unternehmen Zukunft": "Wir würden lieber richtige Güter-züge fahren."

Immerhin legten nach Auskunft des sächsischen Wirtschaftsministeriums im Jahr 2002 nahezu 72.000 Lkw die Strecke zwischen Dresden und Lobositz auf der Schiene zurück. Dass die Fahrzeuge-Zahl gegen 2001 mit 84.000 deutlich geringer ausgefallen ist, führt das Ministerium auf das August-Hochwasser zurück. Wegen der Flutschäden war die Strecke vom 13. August bis 18. September total gesperrt. Danach war der Betrieb anfangs mit nur geringer Kapazität wieder aufgenommen worden. Seit Oktober fährt die RoLa wieder mit nahzu voller Kapazität und ist durchschnittlich zu reichlich 80 Prozent ausgelastet. Dienstags, mittwochs und donnerstags sogar zu fast 100 Prozent. Dabei kommt der RoLa zugute, dass die vom Hochwasser beschädigte B170 durchs Osterzgebirge als Alternative gegenwärtig für den Lkw-Transitverkehr nicht zur Verfügung steht. Wann die Bundesstraße für Lkws wieder geöffnet wird, steht nach Auskunft des Wirtschaftsministeriums noch nicht fest.

Bernd Lichtenberger

Über uns | Site Map | Privacy Policy | Kontakt | ©2005 Bürgerinitiative "Lebenswertes Erzgebirge"