Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

Gästebuch | Forum | Kontakt | Impressum
Presse 2005 | Presse 2004 | Presse 2003 | Presse 2002
aktuelle Aktionen | Aktionen der Vergangenheit | Tour de Natur |
Bürgerinitiative | Bündnis 90/Die Grünen | SPD | PDS | CDU | andere |
Briefe von Bürgern/Initiativen | Briefe von Parteien | Antworten |
0

 

Berg und Tal im Schulterschluss: Streit um die Bundesstraße 170 geht weiter

Die B170, der Zankapfel zwischen Sachsens Umweltminister Flath und Wirtschaftsminister Gillo (beide CDU), erhitzt wieder die Gemüter: "Wir wollen, dass überhaupt keine Gefahr- und Schwerlasttransporte mehr über Osterzgebirgsstraßen führen!" Wie Brigitte Rössel von der "Bürgerinitiative "unten" - eine von 200 Sachsen, die sich am Freitagabend in der Ulberndorfer Frankennmühle versammelt hatten - fühlen sich Anwohner zwischen Bannewitz und Altenberg am meisten von Gillos Ankündigung enttäuscht, trotz der im Bau befindlichen A17 seit weiterhin eine Transitstraße nach Tschechien nötig. Die Proteste richten sich daher nicht nur gegen die geplante Verlegung der B170 auf die Höhenzüge, sondern gegen die für Mai vorgesehene Wiedereröffnung der B170 überhaupt. "Jetzt geht es doch auch", so der Tenor.

"Oben lässt sich nicht gegen Unten ausspielen!" rief Holger Flegel von der "Bürgerinitiative Oben". Gemeint sind einerseits die Gegner einer möglichen neuen Bergtrasse zwischen Dippoldiswalde und Altenberg, andererseits die Initiative, die sich 2001 an der bisherigen Trasse im Weißeritztal gebildet hatte, um den Schwerverkehr einzudämmen. Dresdner Verkehrspolitikern, die nach dem St.Florians-Prinzip Belastungen vom Tal auf den Berg verschieben wollten, wolle man einheitlich gegenübertreten. In die "Front" gehören auch viele Bürgermeister. Am 9. Februar soll sich eine Protestdemo von Ulberndorf aus auf der B170 bewegen.

In der Diskussion wurden noch einmal die naturzerstörenden und hochwasserverstärkenden Risiken einer Bergtrasse benannt. Die Bürger fordern ein Gesamtkonzept für die Erzgebirgsquerungen, das auch die Bahn einbezieht. Doch zehn Tage vor Meldeschluss habe Sachsen noch immer kein entsprechendes Projekt für den Bundesverkehrswegeplan eingereicht, sagte Peter Hettlich, der für Sachsens Bündnisgrüne im Verkehrsausschuss des Bundestages sitzt. Eine Finanzierung aus dem Flut-Hilfsfonds bezweifelte er. Die realen Kosten würden etwa das Fünffache der veranschlagten 25 Millionen Euro betragen. Auf dem üblichen Wege könne der Bau der B170, seine Genehmigung vorausgesetzt, frühestens 2009 beginnen.

M. Bartsch (Eig.Ber.) - Dresdner Neueste Nachrichten 26. Januar 2003

Über uns | Site Map | Privacy Policy | Kontakt | ©2005 Bürgerinitiative "Lebenswertes Erzgebirge"