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Bündnisgrüne: Pläne irrwitzig

Neue Trasse für die B 170 über die Höhenrücken des Osterzgebirges wird abgelehnt

Dippoldiswalde/Dresden. Die sächsischen Bündnisgrünen lehnen die Pläne für eine Neutrassierung der B 170 zwischen Dippoldiswalde und Waldbärenburg über die Höhenrücken entschieden ab. Sie befürchten, dass nach der Wiederherstellung der alten B170 und der Fertigstellung der A17 von Dresden nach Prag dann auf engstem Raum drei für den Schwerlastverkehr geeignete Trassen das Osterzgebirge queren, die jeweils als Transitstrecke und Umgehung genutzt werden könnten.

„Das sind irrwitzige Überlegungen, die dem Machbarkeitswahn der Straßenplaner des sächsischen Wirtschaftsministeriums entsprungen sind. Ihre Umsetzung würde die verbliebenen Naturschönheiten des Osterzgebirges gefährden und die Anziehungskraft des oberen Weißeritzkreises für Urlauber und Wintersportler verringern“, sagt Landesvorstandssprecher Karl-Heinz Gerstenberg.

Besonders kritisch sehen die Bündnisgrünen die geplante Finanzierung aus Mitteln der Hochwasserhilfe, welche der Schadensbehebung und dem Hochwasserschutz dienen sollen. Das obere Osterzgebirge sei ein extrem sensibles Wassereinzugsgebiet, in dem die Verbesserung der Wasseraufnahme- und Wasserspeicherfähigkeit durch Aufforstung und Entsiegelungsmaßnahmen dringend notwendig sei. „Wer im Gegensatz dazu Bäume abholzen und zusätzliche Bodenflächen versiegeln will, der verwendet die Gelder zweckentfremdet. Wir werden von Sachsen aus unseren Einfluss in der Koalition geltend machen, dass dieser Alptraum nicht Wirklichkeit wird“, so Gerstenberg.

Heute sei ein neues Herangehen an Mobilität gefragt, um deren Verträglichkeit für Menschen und Umwelt zu sichern. Wichtig sei jetzt, dass sich die Bürgerinitiative im Weißeritztal nicht gegen die neue Initiative ausspielen lässt, die sich gegen die Pläne einer neuen B 170 gegründet hat. Das Treffen Anfang Dezember sei dafür ein sehr ermutigendes Zeichen gewesen.

„Der Schwerlastverkehr muss aus dem Weißeritztal verbannt werden. Die Alternative ist aber nicht eine Trasse auf der Höhe, sondern ihre Vermeidung und die Verlagerung auf die Schiene“, sagt Gerstenberg. „Die Monate seit der Flut haben gezeigt, dass dies ohne den häufig prophezeiten wirtschaftlichen Zusammenbruch machbar ist. Die bessere Auslastung der Rollenden Landstraße ist ein schöner Nebeneffekt.“

Sächsische Zeitung, Ausgabe Dippoldiswalde, vom 16. 12. 2002

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