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VCD-Aktion „Maut-Flucht stoppen“
„Wo weichen Lkw der Mautpflicht aus?“ – VCD startet Umfrage und fordert Ausdehnung der Maut

Berlin, 16.03.05: Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) hat heute bundesweit seine Aktion „Maut-Flucht stoppen“ gestartet. Der Umwelt- und Verbraucherverband ruft alle Anwohner- Innen und NutzerInnen von Bundes- und Landesstraßen auf, Streckenabschnitte zu melden, auf denen der Lastwagenverkehr seit dem 1. Januar 2005 stark zugenommen hat. Im Internet hat der VCD unter www.vcd.org einen Fragebogen eingestellt, mit dessen Hilfe Betroffene ihre Beobachtungen dokumentieren und einsenden können. Die Ergebnisse der Umfrage sollen dazu beitragen, dass möglichst schnell Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: „Die Lkw-Maut ist ein sinnvolles Instrument, denn sie stellt dem Schwerlastverkehr einen Teil der Kosten in Rechnung, die er durch Straßenabnutzung und Umweltschäden verursacht. Wenn jetzt Speditionen ihre Fahrer auf Umwege über Bundes- und Landesstraßen schicken, um der kostenpflichtigen Autobahnnutzung zu entgehen, belastet und gefährdet das die Menschen vor Ort und untergräbt den Ansatz der Maut. Deshalb will der VCD gemeinsam mit seinen Mitgliedern und Betroffenen den Ausweichverkehr stoppen.”

Der Bundestag habe die Bundesregierung bereits beauftragt, Verkehrszählungen durchzuführen, um die Zunahme von Schwerlastverkehr auf Bundesstraßen zu erfassen. Nach Angaben des Verkehrsministeriums werde es allerdings noch bis zum Herbst dauern, ehe belastbare Ergebnisse vorlägen. „Das dauert uns zu lange. Wir wollen schnelle Abhilfe“, fordert Gehrmann. Mit seiner Aktion wolle der VCD helfen, die kritischen Streckenabschnitte baldmöglichst ausfindig zu machen und Maßnahmen gegen die Maut-Flucht zu beschleunigen.

Heidi Tischmann, Verkehrsreferentin des VCD: „Im ersten Schritt können einzelne Ausweichstrecken mit der Maut belegt werden. Langfristig hilft nur die Ausdehnung der Maut auf das gesamte Straßennetz. Diese Forderung erhebt der VCD schon seit seiner Gründung 1986. Spätestens mit den jetzt auftretenden Problemen durch den Ausweichverkehr wird klar, wie sinnvoll eine flächendeckende Lkw-Maut ist.“ Dahingehend müsse die Bundesregierung auch die Verhandlungen über die Neufassung der EU-Wegekostenrichtlinie in Brüssel drängen.

Nach Ansicht des VCD muss die Lkw-Maut noch in zwei anderen Punkten weiterentwickelt werden, damit sie zu mehr Kostenwahrheit im Verkehr sowie Verkehrsvermeidung und –verlagerung beiträgt. Erstens müsse die durchschnittliche Mauthöhe schrittweise auf mindestens 25 Cent pro Kilometer angehoben und zweitens die Maut auf Lkw ab 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ausgedehnt werden. „Ansonsten droht die nächste Maut-Flucht, weg von den großen Fahrzeugen hin zu mehreren kleinen unter zwölf Tonnen. Damit würde der Nutzen der Maut für Mensch und Umwelt gleich wieder zunichte gemacht“, warnt Tischmann. Bei Rückfragen:

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