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Feinstaub: B 170 ohne Messstation

Freital/Dippoldiswalde. An der stark befahrenen B 170 zwischen Dresden und der Grenze zu Tschechien in Altenberg wird es weiterhin keine Feinstaubmessungen geben. Das teilte das Landesamt für Umwelt und Geologie (LfUG) gestern auf SZ-Anfrage mit. „Es ist nicht zu erwarten, dass die Grenzwerte überschritten werden“, sagte LfUG-Sprecherin Karin Bernhardt zur Begründung. Dies hätten Testmessungen und Hochrechnungen ergeben. Feinstaub entstammt unter anderem dem Dieselruß und dem Reifen- sowie Bremsabrieb. Er steht im Verdacht, das Krebsrisiko zu erhöhen.

Laut EU-Richtlinie darf der Grenzwert maximal an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Auf dem B 170-Abschnitt Bergstraße in Dresden war es in diesem Jahr bereits 27 Mal so weit. Es sei jedoch falsch, daraus Schlüsse für andere Abschnitte zu ziehen, sagte Bernhardt. Im ländlichen Raum sei die Belastung allgemein geringer.

Vize-Landrat Thomas Rechentin (CDU) zeigte sich erfreut über das Ergebnis der Hochrechnungen. „Die Belastung ist offenbar nicht gegeben“, sagte er. Angesichts der erwarteten hohen Belastung habe er jedoch insgeheim gehofft, einen Weg zur Einschränkung des Verkehrs zu finden. Daraus werde nun nichts.

Der Vorsitzende der Grünen im Weißeritzkreis, Andreas Warschau, nannte die Entscheidung des Landesamtes einen Skandal. Nicht nur Dresden, auch Possendorf, Schmiedeberg und andere Gemeinden entlang der B 170 würden unter dem Feinstaub leiden. (SZ/dsz)

Sächsische Zeitung 21. Juli 2005

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