Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Gebaut wird viel, doch Anwohnern hilft’s nicht
Auf der B 170 wird dieses Jahr kräftig investiert. Doch ruhiger wird es erst Ende 2006 mit der Eröffnung der Autobahn.

Rund fünf Millionen Euro sollen in diesem Jahr auf der B 170 in diesem Jahr verbaut werden. Fußgängerampeln gehen in Betrieb, die Deckschicht wird vielerorts erneuert, Einmündungen von Nebenstraßen werden sicherer gemacht, ein Lkw-Parkplatz soll entstehen.

„Das alles ist gut und wichtig, doch die Belastung der Anwohner wird dadurch nicht geringer“, sagte gestern Christoph Habermann, Staatssekretär im Sächsischen Wirtschaftsministerium. Er hatte Straßenbaufachleute, Vertreter anliegender Kommunen und des Weißeritzkreises sowie der Presse zu einer B 170-Rundfahrt eingeladen, um über die anstehenden Baumaßnahmen vor Ort zu informieren. „Wir wollen keine falschen Hoffnungen wecken, aber wenigstens dafür sorgen, dass die Verkehrssicherheit auf dieser Straße höher wird“, so Habermann. Eine Entlastung, da ist er sich sicher, wird es erst mit der Freigabe der Autobahn nach Prag (A17) geben. Denn nur wenn es eine Ausweichstrecke gibt, können verkehrsbeschränkende Maßnahmen umgesetzt werden, erläutert Habermann. Konkret: Erst dann können auf der B 170 Maut erhoben und ein Nachtfahrverbot ausgesprochen werden.

„Beim Autobahnbau liegen wir jedenfalls gut im Plan“, sagt Bernd Rohde, Abteilungsleiter Straßenbau im Wirtschaftsministerium. Im Oktober 2006 werde die Strecke bis zur tschechischen Grenze fertig gestellt sein. „Die Tschechen“, sagte Rohde, „wollen vor Weihnachten 2006 die Arbeiten beenden.“ Nur der Abschnitt durch das böhmische Mittelgebirge wird länger dauern.

Lkw-Parkplatz statt Disko
Doch bis zur A17-Freigabe sind es noch 19 lange Monate. Und die Lkw-Dichte nimmt immer mehr zu. Zwischen April 2004 und April 2005 hat sich die Zahl von 34 631 auf 74 447 mehr als verdoppelt. „Gegensteuern können wir derzeit nur in ganz kleinen Schritten“, sagt Rohde. So hat Sachsen beim Bund Geld für einen Parkplatzbau in Oberhäslich beantragt. Hinter dem Seat-Autohaus sollen – statt der einst geplanten Disko – künftig Lkws, maximal 16 gleichzeitig, im Winter Schneeketten anlegen und die Polizei Kontrollen durchführen können. Außerdem wäre dort Platz, wenn wieder einmal Laster aufgestaut werden müssen.

Gebaut werden soll der Parkplatz im September/Oktober. „Auf alle Fälle vor dem Winter, sonst macht er keinen Sinn mehr“, sagt Straßenbauamtschef Dietmar Pietsch. Ob die dafür nötigen 280 000 Euro aus Berlin fließen, entscheidet sich in den nächsten Tagen.

Von Jana Klameth, Sächsische Zeitung, 31. 05. 2005

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