Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Lkws im Sekundentakt
Oberhäslich. Die Einwohner des Dippser Ortsteils geben Hoffnung auf Umgehungsstraße nicht auf.

Offenbar kann sich kein Politiker vorstellen, was hier los ist. Es kann jeden Tag zum Schlimmsten kommen“, sagte Oberhäslichs Ortsvorsteher Frank Weber und erntete Zustimmung ringsum. Rund 20 Einwohner waren kürzlich zur öffentlichen Ortschaftsratssitzung gekommen, zu der sich auch Bürgermeister Ralf Kerndt (Unabhängige Bürger) angesagt hatte.

Wie zu erwarten war, drehte sich die Debatte vor allem um den Dauerbrenner B 170. Seit Ostern, so wollen die Oberhäslicher festgestellt haben, rollen tagtäglich noch mehr schwere Lkws an ihnen vorbei als zuvor schon.

Keine Chance für Umgehung

„Es ist unerträglich, im Sekundentakt fahren die Laster durch. Wenn man unten im Ort losläuft, weiß man nicht, ob man heil oben ankommt. Wir brauchen die Umgehungsstraße“, fasste einer zusammen, was ihnen allen am Herzen liegt. Doch Hoffnungsvolles hatte Ralf Kerndt nicht zu verkünden. Ganz im Gegenteil: „Die Umgehungsstraße können wir uns abschminken“, redete er Klartext. Er habe sich beim Straßenbauamt Dresden nach der Umgehung erkundigt und von dort die Antwort erhalten, dass sie nicht im Verkehrswegeplan des Bundesverkehrsministeriums drin ist. Mit anderen Worten, die Mittel, die Anfang der 1990er Jahre dafür mal geplant waren, sind nicht mehr vorhanden. Damals, so heißt es in Oberhäslich, scheiterten die Baupläne, weil einige ihre Grundstücke nicht verkaufen wollten, die für die Umgehung nötig gewesen wären. Die Verbitterung über diese verpasste Chance machte sich auch in der Ortschaftsratssitzung Luft.

Kerndt räumte einem erneuten Anlauf für die Ortsumgehung auch mit Blick auf die näher rückende Fertigstellung der Autobahn nach Prag keine Chancen ein. „Wir müssen den Realitäten ins Auge sehen“, mahnte er. Doch das ist nicht so einfach, wenn man Tag für Tag mit den Lkw-Kolonnen, dem Lärm und den Staub- und Abgaswolken leben muss. Deshalb entließen die Oberhäslicher ihren Bürgermeister mit dem dringlichen Auftrag, sich bei den zuständigen Stellen für sie stark zu machen. Dabei soll er auch die Maut-Gebühr für die Bundesstraße anmahnen, damit sie nach Fertigstellung der Autobahn nicht zur Ausweichstrecke wird.

Sichere Fußwege


Zwar keine Entlastung vom Lkw-Verkehr, aber mehr Sicherheit für die Fußgänger bringt der Vorschlag eines Bürgers, den hinter den Häusern verlaufenden Waldblick-Weg so instand zu setzen, dass er gut begehbar ist.

Entschärft werden soll auch die Gefahr, an der B 170 auf dem Fußweg in der Kurve unter die Räder zu kommen. Das wäre bei einer Ortsbegehung jüngst beinahe sogar einer Mitarbeiterin der Stadtverwaltung passiert, schilderte Frank Weber. Bürgermeister Kerndt will sich beim Straßenbauamt dafür einsetzen, dass der Fußweg höhere Borde bekommt, damit ihm Lkw-Fahrer im Interesse ihrer Reifen nicht mehr zu nahe kommen.

Von Regine Schlesinger, Sächsische Zeitung 19. April 2005

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