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Bärenstein steht oben auf der Wunschliste
Grenze. Tschechien und Sachsen treiben die Pläne für die Öffnung weiterer Straßenübergänge voran.

Noch in diesem Jahr soll in Bärenstein ein neuer Grenzübergang für den Autoverkehr freigegeben werden. Er steht oben auf der Liste von insgesamt zehn neuen Straßenübergängen, die Sachsen und Tschechien bis zum Jahr 2010 entlang der gemeinsamen Grenze einrichten wollen. Gestern stellten Experten des sächsischen Wirtschaftsministeriums die Pläne detailliert vor. Sie sind Teil einer umfassenden Konzeption, die Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) und der stellvertretende tschechische Verkehrsminister Vojtech Kocourek im Februar gebilligt hatten (SZ berichtete). Sie solle nun „möglichst schnell“ umgesetzt werden, versprach Bernd Rohde, Abteilungsleiter im sächsischen Wirtschaftsministerium.

Das langfristige Ziel besteht darin, das Netz von Straßenübergängen noch dichter zu knüpfen. Bisher liegen sie durchschnittlich 40 bis 50 Kilometer voneinander entfernt. Eine deutliche Verkürzung komme nicht nur den Wünschen der Wirtschaft entgegen, sondern erleichtere auch die Verbindungen zwischen den Städten und Gemeinden beiderseits der Grenze, glaubt der tschechische Generalkonsul Milan Dufek.

Zum Handeln zwingt der stetig wachsende Straßenverkehr, vor allem seit der EU-Osterweiterung. Während gegenwärtig durchschnittlich etwa 55 000 Autos täglich die Grenze passieren, erwarten Verkehrsplaner rund 80 000 im Jahr 2015. Noch rasanter steigt die Zahl der Lkws. Die Prognosen rechnen mit einem Anstieg des Schwerlastverkehrs von derzeit etwa 4 500 auf dann rund 14 000 Fahrzeuge. Einen Großteil davon wird zwar die neue Autobahn A 17 in Richtung Prag aufnehmen. Doch durchgängig befahrbar dürfte sie nach Vorstellungen des Investors frühestens 2008 sein. Hinter der pünktlichen Fertigstellung auf dem 6,5 Kilometer langen Abschnitt im Böhmischen Mittelgebirge stehen noch immer dicke Fragezeichen.

Bisher gibt es für den Schwerlastverkehr zwischen Sachsen und Tschechien vier Grenzübergänge, von denen aber Reitzenhain bisher nur eingeschränkt nutzbar ist. Das soll sich ändern. Das Bundesverkehrsministerium hat an der B 174 grünes Licht für die Ortsumfahrung Marienberg gegeben. Damit fällt künftig ein Nadelöhr weg.

Eine Wiederbelebung der „Rollenden Landstraße“ zwischen Dresden und Lovosice (Lobositz) schloss Abteilungsleiter Rohde aus dem Wirtschaftsministerium gestern aus. Der Huckepack-Verkehr für Lkw per Eisenbahn war wegen mangelnder Nachfrage kurz nach dem EU-Beitritt Tschechiens im vergangenen Jahr eingestellt worden. Nachgedacht wird nun über Möglichkeiten, den Transport von Containern von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Wirtschaftlich sei das auf einer Strecke wie Dresden–Lovosice nicht, sagte Rohde. In Frage dafür kämen nur wesentlich längere Verbindungen – etwa von Brno (Brünn) über Prag und Dresden bis zum Ruhrgebiet.

Von Frank Grubitzsch, Sächsische Zeitung 24. März 2005 ,

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