Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Wie eine Rakete durch die Stadt
Verkehrs-Drama. Ein Lkw mit kaputten Bremsen hat auf der Schussfahrt durch Nordböhmen drei Menschen verletzt.

Der Laster flog wie eine Rakete durch die Stadt.“ Anders kann Vaclav Petracek die Irrfahrt eines polnischen Lkw nicht nennen, als tschechische Journalisten den Passanten befragen. Die Menschen im nordböhmischen Dubi (Eichwald) sind am Mittwochnachmittag nur knapp einer Katastrophe entgangen: Rund sechs Kilometer, von Dubi bis ins nahe Teplice (Teplitz), war der defekte Lastwagen nicht zu bremsen.

Das Drama beginnt kurz hinter der deutschen Grenze bei Zinnwald. Auf der Europastraße 55 rauscht der Lkw bergab Richtung Dubi – doch ehe der Fahrer den Ausfall der Bremsen bemerkt, hat er die lebensrettenden Ausfallspuren schon hinter sich gelassen. Auf den Notspuren am Berg können Havarie-Laster gefahrlos ausrollen, bevor sie die Ortschaft erreichen – es gab im Grenzgebiet schon viele schwere Lkw-Unfälle.

Diesmal ist wieder alles zu spät: Der Fernfahrer verliert die Kontrolle über sein Fahrzeug, das auf der Gefällstrecke in halsbrecherischer Manier vorwärts prescht. Häuser nahen heran, Menschen stehen in Dubi auf der Fahrbahn. Trauriger Höhepunkt der Unglücksfahrt: Bei einem missglückten Ausweich-Manöver rammt der Laster einen kommunalen Müllwagen – und fügt drei Müllmännern teils schwere Verletzungen zu. Das bestätigte die tschechische Polizei gestern der SZ. Nach Informationen der tschechischen Lokalpresse mussten die Unfallopfer in der chirurgischen Ambulanz des Teplitzer Krankenhauses behandelt werden. Auch der polnische Lkw-Fahrer ist offenbar schwer verletzt.

Mit kaputtem Kühlergrill und zerschlagener Frontscheibe rast der Laster weiter. Eine Hauswand und ein Lichtmast werden bei der Horror-Fahrt noch beschädigt. Erst in Teplice kommt der Unfallverursacher an einer Leitplanke zum Stehen. „Es ist ein großes Glück, dass nicht noch mehr Menschen verletzt wurden“, zitiert die Zeitung „Denik Smer“ einen Mitarbeiter der Straßenaufsicht der Teplitzer Polizei.

Ein Großaufgebot an Rettungsfahrzeugen war im Einsatz, und auch deutsche Autofahrer spürten die Folgen: Von 14.40 bis 20 Uhr war der Grenzübergang Zinnwald gesperrt, sagte ein Sprecher des Bundesgrenzschutzes. Eine ähnlich lange Sperrung habe es zuletzt im November 2003 gegeben. Damals war aus einem tschechischen Gefahrgut-Lkw eine ätzende Flüssigkeit getropft. (mit ahu/SZ/ek/fh)

Von Christian Spahr, Sächsische Zeitung 25. 02. 2005

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