Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Dresden stoppt Lkws – zu spät

Chaos. Das Osterzgebirge schneit ein und wieder blockieren Lkws auf der B 170 den Verkehr.

Wir kriegen eine Unwetterwarnung nach der anderen“, sagt Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler). „Dadurch wissen wir seit zwei Tagen, dass Schnee kommt. Und heute früh steht wieder der ganze Ort voller Lkws.“ Das war vergangenen Donnerstag so, am Montag auch und gestern eben wieder. „Wenn dann auf der B 170 nichts mehr geht, fangen alle an zu rödeln“, so Kirsten. „Da hört mein Verstand auf. Warum werden die Lkws nicht gleich in Dresden abgefangen?“, fragt er sich.

Das geschah dann gestern ab 9 Uhr. Die Polizei leitet die Lkws ins Gewerbegebiet Dresden-Gittersee. Gegen Mittag stehen dort schon 150 Laster Stoßstange an Stoßstange. Die Beamten lassen keinen Brummi mehr durch. Sie werden direkt von der Autobahn A 17 in das Gewerbegebiet geleitet. Gegen 13.30 Uhr ist es voll.

Polizeihauptmeister Günter Jacob steht auf der B 170 und funkt mit seinen Kollegen im Gewerbegebiet. Er schickt jeden Lkw zurück nach Dresden. Wohin sie fahren, weiß er nicht. „Sie müssen selbst sehen, wo sie bleiben.“

Nachmittags bricht dann doch Chaos aus. Doch nicht etwa in Dresden, sondern auf der A 17 zwischen Gorbitz und Südvorstadt. Auch hier sollen Lkw von der Polizei zum Halten angewiesen worden sein. Als sie dann aber auch im Tunnel standen, verfügte das Autobahnamt Sachsen die Vollsperrung des Streckenabschnitts, damit die Brummis den Tunnel sicher verlassen können. „Wenn die Laster im Tunnel mit laufendem Motor stehen, ist das gefährlich. Außerdem steigt das Unfallrisiko.“, sagt Achim Reck, Sprecher des Autobahnamtes. Selbst der Winterdienst soll vorübergehend nicht durchgekommen sein. Völlig unklar bleibt, ob die Polizei die Fahrer zum Warten im Tunnel aufgefordert hatte oder ob sie es von sich aus taten. „Die Polizei hat die Laster im Tunnel dirigiert, damit sie dort parken“, wundert sich Frank Müller, der stutzte, als er gegen 17 Uhr mit seinem Auto nach der Arbeit dort vorbeikam.

Auch später noch hängen immer mehr Lkw in Dresden fest. 40 Fahrzeuge leitet die Polizei auf die Pieschener Allee. Hier ist reichlich Platz. Andere Stellen wie jeweils eine Fahrspur auf der Bergstraße oder auf dem Zelleschen Weg werden dagegen nicht genutzt.

Gegen 18 Uhr versorgen die Johanniter die Lkw-Fahrer in Dresden im Gewerbegebiet und im Ostragehege mit heißem Tee. „Es ist gut, dass wir da sind“, sagt Zugführer Jörg Hermann. Auch wenn er und seine sieben Helfer kaum mehr als hundert Tees aus ihrer Feldküche ausschenken. Die freundliche Geste kommt, als viele Lkw-Fahrer aufbrechen. Ab 19 Uhr ist die B 170 angeblich befahrbar. Die Kolonne zieht los. Doch weit kommen sie nicht. Bis in den späten Abend verstopfen die Brummis schon wieder die B 170, wo sie sich bis in die Bergstraße zurückstauen. Auch das A 17-Stück ist um 21 Uhr noch gesperrt.

(Sächsische Zeitung/ks/mb/as 17. 02. 2005)

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