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Polizei fängt in Dresden Lkw ab
Verkehr. Die Schneemassen legen den Grenzübergang in Altenberg lahm.
Seit Sonntagabend sind die Mitarbeiter der Altenberger Straßenmeisterei wieder im Dauerstress: „Alles, was verfügbar ist, arbeitet. Aber es reicht nicht“, berichtet Straßenmeister Siegfried Tömel. Dennoch versuchen seine Mitarbeiter, die wichtigsten Straßen freizuhalten. Das sind unter anderen die B 170 und B 171. Im Unterschied zu anderen Wintereinbrüchen behindern diesmal keine Lkw die Winterdienstfahrzeuge. Die Schwerlaster werden bereits in Dresden und auf der Autobahn A 17 gestoppt und auf die Wartespuren im Gewerbegebiet Dresden-Coschütz und auf der Autobahn geschickt, sagt der Dresdner Polizeisprecher Wolfgang Kießling.

Grenzverkehr muss warten
Damit wird verhindert, dass die Brummis den Verkehr auf der B 170 lahm legen. Zumal der Bundesgrenzschutz (BGS) am Grenzübergang in Zinnwald nur schleppend abfertigen kann. „Von 6 bis 11 Uhr fertigte die tschechische Grenzpolizei keine Lkw ab“, sagt BGS-Sprecher Torsten Henkel. Erst am Mittag durften die Schwerlaster wieder die Grenze Richtung Teplice (Teplitz) passieren. Das könne sich aber jeden Moment wieder ändern. „Das hängt hauptsächlich von den Winterbedingungen auf tschechischer Seite ab“, so Henkel. Je nachdem, wie der Winterdienst damit klar kommt, wird die Grenze entweder geöffnet oder geschlossen. Für den Pkw-Verkehr gab es weder am Grenzübergang in Zinnwald noch in Neurehefeld größere Probleme, sagt der BGS-Sprecher.

Auch die Busfahrer des RVD kamen mit der Wetterlage offenbar ganz gut zurecht. „Es läuft aber mit Verzögerungen“, sagt RVD-Sprecherin Micaela Frister. Schwierig wurde es für die Busfahrer zwischen Ammelsdorf und Schönfeld sowie in den Geisinger Ortsteilen Fürstenau, Müglitz-Gottgetreu. In diesen Gegenden hat der Winterdienst den Kampf gegen die Schneemassen erst einmal aufgeben müssen. Davon betroffen sind fünf Straßen (siehe Kasten). Trotz dieser Einschränkungen „sind alle Orte weiterhin erreichbar“, sagt Straßenmeister Siegfried Tömel.

Im unteren Kreisgebiet hingegen schlug der Winter nicht so hart zu. „Bei uns sind keine Straßen gesperrt“, versichert ein Mitarbeiter der Freitaler Straßenmeisterei.
Hier wie dort verfolgen die Straßenspezialisten den Wetterbericht mit großem Interesse, deshalb überraschte der Schneefall die Straßenmeister nicht: „Es ist so eingetreten, wie wir es uns gedacht haben“, sagt Tömel. Andere haben nicht ganz so genau auf die Wetterberichte gehört oder sich nicht richtig auf die Situation eingestellt. Winterbedingt registrierte die Polizei gestern insgesamt acht Verkehrsunfälle im Weißeritzkreis. „Nur Blechschäden“, kann Polizeisprecher Kießling beruhigen.

Wilde Sau spielt verrückt
Noch am Sonnabend waren Verkehrsunfälle wegen Schneeglätte unvorstellbar. Das Thermometer an der Zinnwalder Wetterstation kletterte auf über fünf Grad plus – Regen und Tauwetter ließen die Bäche anschwellen. In Wilsdruff wurde sogar kurzzeitig die Alarmstufe II an der Wilden Sau ausgerufen. Schon lagen Sandsäcke am Grumbacher Gartenweg bereit. Doch die, so berichtet Bürgermeister Ralf Rother (CDU), kamen nicht zum Einsatz. „Als die Säcke da waren, hörte der Regen auf“, sagt er.

Auch Rothers Amtskollege Gerd Hilbert (Freie Wähler) in Rabenau musste handeln. Dämme und Verrohrungen am Oelsabach, eingerichtet für Sanierungsarbeiten, verursachten Rückstaus und bescherten Anwohnern nasse Keller. „Wir haben die Baufirmen herbestellt, damit sie die Abflussmengen erhöhen“, sagt der Stadtchef. Die örtliche Feuerwehr habe nicht eingreifen müssen.

Woanders schon: Kreisbrandmeister Dietmar Torau spricht von insgesamt neun Feuerwehreinsätzen wegen des Tauwetters am Wochenende. Viermal rückten die Kameraden zur Wasserwehr in Dipps und seinen Ortsteilen aus, weitere vier Einsätze gab es in Glashütte und Schlottwitz. Einmal schlug man in Höckendorf Alarm.

Von Maik Brückner und Jörg Stock , Sächsische Zeitung 15. 02. 2005

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