Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Bringt die Maut mehr Lkws?

Altenberg. LKW-Fahrer haben mit der Maut längst kein Problem mehr. Die Anwohner der B 170 eventuell schon bald.

Eigentlich hatten die Einwohner von Bilina (Bilin), Dubi (Eichwald) oder Altenberg es kaum für möglich gehalten: Noch mehr Lkws, die jeden Tag am Fenster vorbeirollen und Lärm, Schmutz und Gestank verbreiten? Bei einer Frequenz von beinahe 2 000 Brummis täglich schien das eigentlich undenkbar. Und doch: Dank der Maut, die Lkw-Fahrer seit Beginn dieses Jahres für die Benutzung deutscher Autobahnen entrichten müssen, könnte sich die Zahl der Laster, die den Grenzübergang Cinovec/Altenberg benutzen, noch erhöhen. Das jedenfalls prophezeit die tschechische Tageszeitung MFDnes.

„Bisher sind wir immer über Rumburk nach Dresden gefahren“, zitiert die Zeitung einen Spediteur aus Most (Brüx). „Jetzt fahren wir über Zinnwald, denn da müssen wir keinen Kilometer über die Autobahn.“

Weiter Streit um die Autobahn

Für nicht sehr weitsichtig hält diese Strategie der Vorsitzende des Spediteursverbands in Nordböhmen, Miroslav Veltrusky. Schließlich trieben die Umwege, die man zwangsläufig machen müsse, um die Autobahn zu vermeiden, die Kosten noch stärker in die Höhe als die Maut. Auch Bernd Greif, Landrat im Lkw-geplagten Weißeritzkreis, glaubt nicht so recht daran, dass die Maut noch mehr Brummis auf die B 170 lockt. „Die Statistik enthält derzeit noch keine Anhaltspunkte für eine solche Schlussfolgerung“, sagt er.

Unabhängig davon, ob die Zahl der Lkws, die den Grenzübergang Altenberg benutzen, nun tatsächlich steigt oder nicht – in Bilina, Dubi oder Altenberg hoffen die Menschen sehnlichst auf eine schnellstmögliche Fertigstellung der Autobahn zwischen Dresden und Prag. Doch die steht derzeit einmal mehr im Zentrum heftiger Auseinandersetzungen zwischen Behörden, Politikern und Ökologen. Ende Januar sollte die Bezirksversammlung eigentlich darüber entscheiden, ob das Böhmische Mittelgebirge nun mit einem langen Tunnel oder zwei kürzeren „Röhren“ durchquert werden soll. Doch weil die Straßenmeisterei versäumt hat, ein wichtiges Dokument rechtzeitig vorzulegen, werden Beratung und Abstimmung nun auf Ende März verschoben. Sollte die Versammlung für die Zwei-Tunnel-Lösung stimmen, zieht dies erhebliche Änderungen des Flächennutzungsplans nach sich. Und das heißt: Weiter warten.

Von Anneke Hudalla, Sächsische Zeitung 29. Januar 2005

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