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Bundesstraßen um Dresden werden weiter ausgebaut

Die SZ sprach mit dem Chef des Straßenbauamts Dresden, Dietmar Pietsch, über die Ausbaupläne rings um die Metropole.

Das Straßenbauamt Dresden hat oft Baustellen an der Grenze zwischen der Landeshauptstadt, dem Landkreis Sächsische Schweiz und dem Weißeritzkreis. Wie klappt die Zusammenarbeit mit dem Dresdner Rathaus?

Sie gestaltet sich meistens etwas schwierig. Die Zuständigkeiten sind für einen Außenstehenden nicht eindeutig erkennbar. Außerdem habe ich das Gefühl, dass die Abstimmungen zwischen den Ämtern meist twas langwierig sind.

Für die Dresdner sind die B 170, B 172 und B 173 wichtige Verkehrsadern. Wie ist der gegenwärtige Ausbauzustand?

Wir haben in den letzten Jahren relativ viel gemacht auf diesen Bundesstraßen. Seit der EU-Osterweiterung haben wir speziell auf den B 170-Abschnitten Probleme, die bisher nicht grundhaft ausgebaut worden sind. Das ist daran sichtbar, dass sich Spurrinnen bilden. Der Lkw-Verkehr ist stark gestiegen. Vor der Grenzöffnung fuhren 1 800 Lkws täglich auf der B 170, jetzt sindes 3 000. Ich gehe davon aus, dass sich durch die A 17-Eröffnung diese Zahl um zehn Prozent erhöht.

… und wie sieht es auf den anderen Bundesstraßen aus?

Auch auf der B 172 haben wir sehr viel saniert. Derzeit sind wir bei den letzten Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Pirna. In Bad Schandau muss noch ein Stück saniert werden und auch zwischen Königstein und Bad Schandau. Dort droht in einem Abschnitt die Böschung abzurutschen. Bei der B 173 hatten wir eine Ortsumgehung Mohorn im Plan. Sie ist jetzt aber in den weiteren Bedarf des Bundesverkehrswegeplans eingeordnet worden. Deshalb spielt sie keine Rolle mehr.

Was wird in den nächsten Jahren auf der B 170 geschehen?

Bei der B 170 muss aufgrund der Autobahnanbindung etwas passieren. Zwischen der Anschlussstelle Südvorstadt und Bannewitz soll eine Kriechspur angebaut werden. Unbedingt muss auch in Rundteil und zwischen Karsdorf und dem Hafterteich etwas geschehen. Dort mündet eine Kreisstraße schräg ein. Das ist ein Unfallschwerpunkt. In Dippoldiswalde, einschließlich Ulberndorf, und in Schmiedeberg müssen Abschnitte dringend saniert werden, ebenso zwischen der Baukahre und Altenberg. Dort fällt die dritte Spur auseinander.

Seit Jahren ist eine B 172-Umgehung von Großluga nach Heidenau im Gespräch. Ist der Plan noch aktuell?

Ja, durchs Wirtschaftsministerium wurde entschieden, wo die Trasse langführen soll. Wir rechnen mit Baukosten von 30 Millionen Euro und zwei bis drei Millionen für die Planung. Diese Baumaßnahme erfolgt in Zusammenarbeit mit der Stadt Dresden. Wir haben eine Vereinbarung an die Stadtverwaltung geschickt. Sobald wir sie zurück haben, können die Planungen beginnen. Aufgrund der finanziellen Mittel sieht es so aus, dass eine Umsetzung vor 2007 unrealistisch ist.

Der A 17-Anschluss Gorbitz hängt in der Luft. Der Fahrzeugstrom muss noch auf der alten B 173 durch Kesselsdorf. Wann kommt die Ortsumgehung?

Im September 2004 haben wir die Planfeststellung beim Regierungspräsidium beantragt. Die Auslegung wird im ersten Quartal 2005 erfolgen, so dass wir im dritten Quartal den Planfeststellungsbeschluss erhalten könnten. Unser Ziel ist es, dieses Jahr mit dem Bau der Ortsumgehung zu beginnen.

Wo wird es auf Staatsstraßen bessere Verbindungen in die Landeshauptstadt geben?

Da ist zum einen die Verlängerung des Autobahnzubringers Nickern. Für die Ortsumgehung Goppeln/Rippien haben wir die Planfeststellung beantragt. Wir rechnen damit, dass wir zügig Baurecht erhalten. Das zweite Objekt ist der Weiterbau der Ostumfahrung von Dresden, der Staatsstraße 177 von Pirna über Bonnewitz, Wünschendorf und Eschdorf bis zur B 6. Dort ist dringender Handlungsbedarf. Wenn die A 17 Mitte 2005 bis Pirna geht, wird sich der Verkehr auf der S 177 wesentlich erhöhen. Demzufolge muss der Verkehr aus den Ortslagen rausgelegt werden. Der Vorentwurf soll spätestens Mitte dieses Jahres auf dem Tisch liegen, so dass die Planfeststellung beginnen kann. Wir wollen so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen.

Das Gespräch führte Peter Hilbert. (Sächsische Zeitung 27. 01. 2005)

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