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11.03.2005
"Sofort für Entlastung sorgen"
Konsens bei Diskussion über "Chaos auf B 14" - Nachtfahrverbot wird erneut geprüft

Hirschau. (rib) Gegen die unerträgliche Situation auf der Bundesstraße 14 muss umgehend etwas getan werden. Darauf einigten sich alle Beteiligten bei der JU-Podiumsdiskussion. Staatssekretär Georg Schmid aus dem bayerischen Innenministerium sicherte den Betroffenen eine nochmalige Überprüfung des Nachtfahrverbots bis zum Juli zu.
Knapp 200 betroffene Bürger beteiligten sich bei der großen Podiumsdiskussion "Chaos auf der B14 - Eine Region leidet", die am Mittwoch von der Jungen Union Hirschau im Josefshaus im Rahmen des Politischen März veranstaltet wurde.

Auf dem Podium befassten sich neben Innenstaatssekretär Georg Schmid, der als "Verstärkung" Walter Rahn sowie Timo Payer aus dem bayerischen Innenministerium mitgebracht hatte, auch der CSU-Kreisvorsitzende Dr. Harald Schwartz, Schnaittenbachs 1. Bürgermeister Josef Reindl, der Vorsitzende der Bürgerinitiative B 14, Reinhard Kastner, sowie der Spediteur Eduard Pfab aus Hirschau mit den Problemen und Anliegen der Bevölkerung.

Staatssekretär Georg Schmid erläuterte zu Beginn der Veranstaltung die aktuelle Situation sowie die weiteren Maßnahmen zur Lückenschließung der A6 - und erntete dafür einige Kritik, sowohl von den Podiumsgästen als auch aus dem Publikum. Im Jahr 2000 fuhren täglich rund 1600 Lkw pro Tag durch die betroffenen Ortschaften. Nach dem EU-Beitritt von Tschechien erhöhte sich dieser Wert auf durchschnittlich 4200 Lkw. Spitzenwerte von weit über 5000 Lkw sind ebenfalls keine Seltenheit mehr.

"Besonders in der Nacht zwischen 22 und 6 Uhr fahren täglich mehr als 1000 Brummis auf der B 14. Lärmmessungen in Schnaittenbach ergaben, dass die Anwohner einer Lärmbelastung von 76,3 dB ausgesetzt sind. Dazu kommen Abgase und eine verstärkte Gefährdung von anderen Verkehrsteilnehmern, da sich die ausländischen Fahrer oftmals nicht an die Geschwindigkeitsregeln halten.

Krebsrisiko erhöht
Erhöhtes Krebsrisiko und eine geringere Lebenserwartung setzen den Anwohnern zusätzlich zu. Diese Zustände können von den betroffenen Anwohnern nicht mehr länger hingenommen werden", so 1. Bürgermeister Sepp Reindl und Reinhard Kastner übereinstimmend.
Dr. Harald Schwartz betonte, "dass nur gemeinsam mit der Regierung in München eine schnelle Lösung des Problems herbeigeführt werden kann - und als erste Maßnahme muss dringend das Nachtfahrverbot gemäß § 45 StvO, Abs. 9 erneut geprüft werden. Wenn man private und öffentliche Interessen abwägt, überwiegen die privaten Interessen deutlich. Weitere Verkehrsleitsysteme kosten viel Geld und bringen aber vermutlich nur wenig Erfolg. Es muss jetzt gehandelt werden und nicht erst in ein paar Monaten".

Einigkeit herrschte bei der Versammlung darüber, dass die Fertigstellung der A6 vermutlich nicht die gewünschte Entlastung bringen wird, wenn nicht zugleich eine Maut auf die Ausweichstrecken oder ein generelles Fahrverbot für die betroffenen Straßen erhoben wird.
Auch Reinhard Kastner untermauerte diese These, da dies die Lkw-Fahrer selbst bestätigen! Als Betriebsleiter des Autobahncafès 24 in Wernberg-Köblitz bewirtet er täglich zwischen 600 und 700 Lkw-Fahrer, die dies nahezu einstimmig bestätigen. "Für die Strecke Pleystein - Waidhaus werden beispielsweise im Schnitt 400 Maut-Vignetten pro Tag auf dem Rasthof verkauft - für 1.60 Euro das Stück. 400 Lkw verstopfen täglich wegen 640 Euro die B14-Zufahrten in Wernberg-Köblitz. Man muss sich hier wirklich die Frage stellen, ob dieser Betrag diese Belastung rechtfertigt."

Georg Schmid versprach den Anwesenden eine erneute Prüfung des Nachtfahrverbots bis Juli 2005. Bis zu diesem Termin soll das Teilstück der A 6 bis Wernberg-Köblitz fertiggestellt werden. Ebenso sollen an Sonntagen verstärkt Polizeikontrollen in der Region durchgeführt werden, um eine Einhaltung des Sonntagsfahrverbots durchzusetzen. Die JU Hirschau wird sich auch weiterhin für eine Entlastung der B 14-Anwohner einsetzen - weitere Aktionen sind bereits in Planung.

Schnelles Handeln
Zum Schluss fanden alle Podiumsgäste noch einen gemeinsamen Konsens: "Es muss dringend etwas zur Entlastung der Bürger getan werden und zwar sofort - nicht erst im Juli 2005 und schon gar nicht erst im Jahre 2008. Sollte sich München weiterhin gegen ein Nachtfahrverbot wehren", so Reinhard Kastner und Harald Schwartz einstimmig, "kann die Situation in der Bevölkerung sehr schnell eskalieren. Deshalb ist ein schnelles und entschlossenes Handeln notwendig."

Quelle: Oberpfalznetz (http://www.zeitung.org/onetz/688755-129,1,0.html)

Den Menschen stinkt die tägliche Lkw- Lawine
Nachtfahrverbot an B14 soll erneut geprüft werden / Bei Podiumsdiskussion der JU schnelle Lösungen gefordert

AMBERG- SULZBACH (mz). Knapp 200 betroffene Bürger beteiligten sich an der großen Podiumsdiskussion „Chaos auf der B14 – Eine Region leidet“, die am Mittwoch von der Jungen Union Hirschau im Josefshaus im Rahmen des politischen März veranstaltet wurde.

Auf dem Podium befassten sich neben Staatssekretär Georg Schmid, der als „Verstärkung“ Walter Rahn sowie Timo Payer aus dem bayerischen Innenministerium mitgebracht hatte, auch CSU- Kreisvorsitzender Dr. Harald Schwartz, Schnaittenbachs erster Bürgermeister Josef Reindl, der Vorsitzende der Bürgerinitiative B14, Reinhard Kastner sowie Spediteur Eduard Pfab aus Hirschau mit den Problemen und Anliegen der Bürger.

Bis zu 5000 Lkw pro Tag
Andreas Fleischmann begrüßte einige kommunalpolitische Größen zur Veranstaltung, darunter MdL Franz Kustner, Landrat Armin Nentwig mit seinem Stellvertreter Dr. Klaus Schwinger, den JU- Kreisvorstand Markus Ehm und Horst Pongratz von der Jungen Union Amberg sowie die CSU- Ortsvorsitzende Petra Waldhauser. Durch ihre Teilnahme an der Podiumsdiskussion gäben die Kommunalpolitiker ein wichtiges Signal an die betroffenen Bürger, dass diese mit ihren Problemen nicht alleine seien, meinte Fleischmann. Besonderen Beifall gab es für Hans Drexler und den gesamten Hirschauer Stadtrat, da extra eine Haushaltssitzung früher angesetzt wurde und somit fast alle Stadträte zur Veranstaltung erscheinen konnten.
Georg Schmid erläuterte zu Beginn der Veranstaltung die aktuelle Situation sowie die weiteren Maßnahmen zum Lückenschluss der A6 – und erntete dafür einige Kritik, sowohl von den Podiumsgästen, als auch aus dem Publikum. Im Jahr 2000 fuhren täglich rund 1600 Lkw durch die betroffenen Ortschaften. Nach dem EU- Beitritt von Tschechien erhöhte sich dieser Wert auf durchschnittlich 4200 Lkw, wurde vorgerechnet. Spitzenwerte von weit über 5000 Lkw seien ebenfalls keine Seltenheit mehr. Besonders in der Nacht zwischen 22 und 6 Uhr fahren täglich mehr als 1000 Brummis auf der B14!
Lärmmessungen in Schnaittenbach ergaben, dass die Anwohner einer Lärmbelastung von 76,3 dB ausgesetzt sind. Dazu kämen Abgase und eine verstärkte Gefährdung von anderen Verkehrsteilnehmern, da sich die ausländischen Fahrer oft nicht an die Geschwindigkeitsregeln halten würden. Erhöhtes Krebsrisiko und eine geringere Lebenserwartung setzen den Anwohnern zusätzlich zu. Diese Zustände können von den betroffenen Anwohnern nicht mehr länger hingenommen werden, wurde bei der Diskussion klar gemacht.
Dr. Schwartz betonte, dass nur gemeinsam mit der Regierung in München eine schnelle Lösung des Problems herbei geführt werden kann. Und als erste Maßnahme müsse dringend das Nachtfahrverbot erneut geprüft werden, meinte er. Wenn man private und öffentliche Interessen abwiegen würde, würden die privaten Interessen deutlich überwiegen. Weitere Verkehrsleitsysteme kosteten viel Geld und brächten aber vermutlich nur wenig Erfolg. Es müsse jetzt gehandelt werden und nicht erst in ein paar Monaten!
Einigkeit herrschte darüber, dass die Fertigstellung der A6 vermutlich nicht die gewünschte Entlastung bringen werde, wenn nicht zugleich eine Maut auf die Ausweichstrecken oder ein generelles Fahrverbot für die betroffenen Straßen erhoben wird.
Auch Reinhard Kastner untermauerte diese These: Als Betriebsleiter des „Autobahncafés 24“ in Wernberg- Köblitz bewirtet er täglich zwischen 600 und 700 Lkw- Fahrer, die dies nahezu einstimmig bestätigen würden. Für die Strecke Pleystein – Waidhaus werden beispielsweise im Schnitt 400 Maut- Vignetten pro Tag auf dem Rasthof verkauft – für 1,60 Euro das Stück. 400 Lkw verstopfen täglich wegen 640 Euro die B14- Zufahrten in Wernberg- Köblitz, monierte er.

Verstärkte Polizeikontrollen
Georg Schmid versprach den Anwesenden eine erneute Prüfung des Nachtfahrverbots bis Juli 2005. Bis zu diesem Termin solle das Teilstück der A6 bis Wernberg- Köblitz fertig gestellt werden. Ebenso sollen an Sonntagen verstärkt Polizeikontrollen in der Region durchgeführt werden, um eine Einhaltung des Sonntagsfahrverbots durchzusetzen.
Die JU wird sich auch weiter für eine Entlastung der B14- Anwohner einsetzen, weitere Aktionen sind bereits in Planung, hieß es. Zum Schluss fanden alle Podiumsgäste noch einen gemeinsamen Konsens: Dringend müsse etwas zur Entlastung der Bürger getan werden – und zwar sofort, nicht erst im Juli 2005 und schon gar nicht erst im Jahr 2008! Sollte sich München weiter gegen ein Nachtfahrverbot wehren, so Schwartz und Kastner einstimmig, könne die Situation in der Bevölkerung sehr schnell eskalieren. Deshalb sei schnelles und entschlossenes Handeln notwendig.

Quelle: Mittelbayerische Zeitung 11. 03. 2005

B 14 für gewichtige Brummis sperren
Damit die A6-Ortsumgehung eine effektive Entlastung bringt - Antrag im Marktrat
Wernberg-Köblitz. (cv) Keine Marktratssitzung ohne die Themen Autobahn und B 14. Reinhard Kastner (CSU) stellte folgenden Antrag: Sofort nach Fertigstellung der A 6-Ortsumgehung ist die B14 im Bereich Wernberg für den Lkw-Verkehr über zwölf Tonnen zu sperren. Sie sollte lediglich für den Anliegerverkehr und als Umleitungsstrecke bei Unfällen freigegeben werden.

Kastner nahm auf die Autobahnmaut Bezug, die 2005 eingeführt werden soll. Er folgerte daraus, dass dann viele Brummi-Fahrer weiterhin die B 14 benützen werden und nicht erst beim Autobahnkreuz im Naabtal "den Berg wieder hinaufkeuchen". Das sei bequemer und kürzer. Kastner bat die Verwaltung den Antrag an das Straßenbauamt weiterzuleiten. Alternativ brachte er noch eine Petition an den Bundestag ins Spiel.

Termin mit Straßenbauern
Bürgermeister Georg Butz berichtete von einen am 21. Oktober anstehenden Termin der Marktgemeinde mit dem Straßenbauamt und der Autobahndirektion Südbayern, bei dem es um Wernberger Verkehrsthemen gehe: Naabbrücke, Eisenbahnunterführung, Radweg, Marktplatzgestaltung, Rückbau der B 14, Kreisverkehr im Bereich Industriegebiet/B14 und schließlich auch die Möglichkeit einer Sperrung der A 6 -Ausfahrt Schiltern für Brummis ab einer gewissen Tonnage, um das Abfließen des Schwerlastverkehrs über die nicht dafür ausgebaute Kreisstraße auf die B 14 zu verhindern: "Die Lastwagen müssen auf der A 6 bleiben".

Butz' persönlicher Einschätzung nach werden auch bereits die Weichen für die zu erwartende Verkehrsverlagerung vom Naabtal nach Süden gestellt. Butz nannte Signale wie die Eisenbahnkreuzungsfreimachung bei Freihöls, die Naabbrückenverstärkung in Schwarzenfeld oder die Oberbauverstärkung im Bereich Dürnsricht.

Bereits vor dem terminierten Gespräch wird ein Fragenkatalog geschnürt und der Behörde zugeleitet, damit konkret diskutiert werden kann. Der CSU-Antrag könne dabei gerne mit vorgelegt werden.

Kritik erntete der CSU-Antrag bei Erwin Hartiger (SPD). Für ihn war es "nicht in Ordnung", dass eine Gruppierung den Antrag stelle. "Das ist doch unser aller Anliegen". Irgend jemand müsse den Anstoß geben, meinte Kastner. Ihm gehe es darum alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Vertreter der überparteilichen Bürgerinitiative "Rote Ampel" seien auch bei der Grünen-Tagung auf Burg Wernberg vorstellig geworden. "Wir müssen jede Chance nutzen, um auf uns aufmerksam zu machen".

"Selbstverständlich stehen wir hinter dem Antrag" betonte zweite Bürgermeisterin Maria Schlögl. In Sachen "Rote Ampel" habe sie jedoch den Eindruck, dass hier nur ein kleiner Kreis agiere. Es sollten alle Mitglieder einbezogen und informiert werden.

"Entscheidend ist der künftige Baulastträger", kam Georg Schlögl nochmals auf die beantragte Sperrung der B 14 zurück. Erst wenn klar sei, ob die B 14 als Staats- oder Kreisstraße abgestuft werde, habe man auch einen entsprechenden Ansprechpartner für die Beschränkung.

Tempolimit auf der A 93

Der CSU-Antrag soll nun in einen Antrag der Gemeinde einfließen, in dem auch noch Konrad Kieners Vorstoß - ein lärmreduzierendes Tempo 120 auf der A 93 im Bereich Wernberg-Köblitz - aufgenommen wird.

Quelle: Oberpfalznetz 12. 10. 2004 (http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/625159-128,1,0.html)

 

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