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Fußgänger haben Vorfahrt
Drei neue Fußgängerampeln sollen noch in diesem Jahr auf der B 170 installiert werden
Von D. Szabo und M.Schaks

Der Verkehr auf der B 170 rollt und rollt. Damit Fußgänger überhaupt noch eine Chance haben, die Straße gefahrlos überqueren zu können, sollen drei Fußgängerampeln errichtet werden.

Das Straßenbauamt Dresden tut etwas für die Sicherheit der Passanten an der B 170. Noch in diesem Jahr sollen in Schmiedeberg, Karsdorf (Rabenau) und Rundteil (Bannewitz) drei Fußgängerampeln entstehen. Nach den Worten von Amtsleiter Dietmar Pietsch liegen die Pläne bereits fertig in der Schublade.

Allein im Fall von Karsdorf ist noch eine Frage zu klären, nämlich die Platzfrage. Um die Ampelanlage in Höhe der Tankstelle aufzustellen, braucht die Behörde privates Land. Dazu, so Pietsch, laufen bereits Verhandlungen zwischen dem Rabenauer Rathaus und dem betroffenen Immobilieninhaber.

Für die Standorte Schmiedeberg und Rundteil gibt es laut Pietsch grünes Licht. Die Schmiedeberger Ampel entsteht unterhalb des Stadions am Abzweig nach Naundorf. In Rundteil sollen die Fußgänger die B 170 in Höhe der Gaststätte am Abzweig nach Obernaundorf gefahrlos passieren können.

Die Schmiedeberger sind über diese Entscheidung erleichtert. „Wir brauchen die Ampel unbedingt“, sagt Bürgermeister Karl-Günter Schneider (CDU). „Sie war schon vor dem Hochwasser 2002 geplant, und jetzt sind wir seit zwei Jahren an der Sache dran.“

Schmiedeberg hat zwar schon eine Fußgängerampel direkt im Kernort am Abzweig zum Molchgrund und eine weitere im Ortsteil Obercarsdorf. Aber am Stadion fehlte sie bislang. „Die Ampel ist hier besonders wichtig, weil täglich viele Schüler von einem Bus in den anderen umsteigen und die B 170 dabei überqueren müssen“, erklärt Schneider. Neben mehr Sicherheit für die Schüler und Naundorfer Einwohner erhofft er sich durch die neue Fußgängerampel noch einen positiven Nebeneffekt: „So eine Ampel wirkt auch immer mal als Bremse für den Verkehr.“

Mancher, der zu schnell unterwegs ist, muss zwangsläufig zwischendurch vom Gas gehen. Außerdem kann der Verkehr nicht mehr ununterbrochen rollen. „Dadurch werden Kraftfahrer auch animiert, die Autobahn A 17 zu nehmen, wenn sie fertig ist“, so Schneider. Gute Erfahrungen mit ihrer Ampel in Dippoldiswalde an der Kreuzung B 170/Glashütter Straße haben die Dippser bereits gemacht. „Sonst würden wir bei dem vielen Verkehr ja gar nicht mehr über die Straße kommen“, sagt Nicole Mann aus Dippoldiswalde. Und gefährlich wäre es außerdem, zumal die Kindertagesstätte in unmittelbarer Nähe liegt. „Das bringt schon was“, ist auch Irena Hoffmann, Hauptamtsleiterin im Dippser Rathaus, überzeugt. „Das ist eine Chance, die vielbefahrene Straße gefahrlos überqueren zu können.“

Allerdings ist ihr auch klar, dass eine Ampel Belastungen für die Anwohner mit sich bringen kann. Erst bremsen die Schwerlaster quietschend ab, dann läuft der Motor, bis die Ampel umschaltet, und danach geben die Fahrer beim Anfahren wie zum Beispiel an der Steigung in Oberhäslich Gas, dass der Auspuff ordentlich raucht. Doch welche Alternative bleibt?

Die Ulberndorfer sind schon froh, dass sie wenigstens eine provisorische Fußgängerampel haben. „Das war der Wunsch des Ortschaftsrates“, erinnert sich Straßenbauamtschef Dietmar Pietsch. Schon vor der Flut 2002 gab es Pläne, in dem Dippser Ortsteil die geplagten Menschen von dem enormen Verkehr zu entlasten. Dann kam das Hochwasser, und andere Vorhaben rückten in den Vordergrund. „Es gibt aber für Ulberndorf eine Ausbauplanung“, so Pietsch, die seit Februar auch vom Wirtschaftsministerium genehmigt sei. Bis die Bagger aber anrollen und sich an der unerträglichen Situation etwas ändert, sollte wenigstens jetzt schon die Ampel in Betrieb gehen. Deshalb wurde zunächst das Provisorium installiert.

Sächsische Zeitung 16. 09. 2004

Kommentar:
Signale

Ampeln können den enormen Verkehr auf der B 170 nicht verbannen, aber wenigstens abbremsen. Drei zusätzliche Anlagen will das Straßenbauamt Dresden noch in diesem Jahr installieren. Und das wird höchste Zeit. Die Blechlawine rollt und rollt. Fußgänger haben kaum noch eine Chance, die Straße überqueren zu können, ohne ihr Leben zu riskieren. Besonders Schulkinder, die von der Bushaltestelle nach Hause wollen, oder ältere Menschen, die nicht mehr so schnell laufen können, sind den Gefahren ausgesetzt. Der rücksichtsvolle und höfliche Kraftfahrer, der auch mal in solch unübersichtlichen Situationen stoppt, scheint sowieso vom Aussterben bedroht zu sein. Selbst an Zebrastreifen wird mitunter nicht einmal mehr angehalten. Insofern sind die neuen Fußgängerampeln schon ein Signal, dass den Anwohnern der B 170 geholfen werden muss.
Sächsische Zeitung 16. 09. 2004

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