Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

Gästebuch | Forum | Kontakt | Impressum
Presse 2005 | Presse 2004 | Presse 2003 | Presse 2002
aktuelle Aktionen | Aktionen der Vergangenheit | Tour de Natur |
Bürgerinitiative | Bündnis 90/Die Grünen | SPD | PDS | CDU | andere |
Briefe von Bürgern/Initiativen | Briefe von Parteien | Antworten |
0

 

Die Hochwaldstraße bleibt für Pkw offen
Ministerpräsident Milbradt bringt ein kleines Geschenk mit nach Schmiedeberg

Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) besuchte gestern auf Einladung von Landtagsvizepräsidentin Andrea Dombois (CDU) Schmiedeberg. Die Gemeinde ist leidgeprüft – durch die Flut vor zwei Jahren und die Verkehrslawine, die sich auf der B 170 tagtäglich mitten durch den Ort wälzt.

Fluch und Segen lagen gestern in Schmiedeberg dicht beieinander. Ministerpräsident Georg Milbradt und Landtagsvizepräsidentin Andrea Dombois konnten den Schmiedebergern ein Stück Normalität zurückgeben. Gleich zwei Brücken, die der Flut vor zwei Jahren zum Opfer fielen, wurden nach umfangreichen Bauarbeiten wieder frei gegeben. Ohne die Fluthilfen in Millionen-Höhe unvorstellbar.

Viele Straßen, Wege und Brücken sind dadurch wieder intakt. So froh die Schmiedeberger darüber sind – Bürgermeister Karl-Günter Schneider (CDU) bedankte sich für die Unterstützung des Freistaates auch von Herzen –, doch an dem massiven Verkehr gehen die Schmiedeberger noch kaputt.

Und nicht nur sie, sondern die Bewohner zwischen Altenberg und Bannewitz an der B 170. „Unsere Bürger sind schon fast geduldig wie die Schafe“, sagte Schneider zu Milbradt. „Das muss man schon mal so sagen.“ Was sie tagtäglich ertragen würden, davor könne Schneider nur den Hut ziehen.

Hochwaldstrasse

Eine gute Nachricht hatte Milbradt: Die Hochwaldstraße bleibt erst einmal geöffnet, voraussichtlich bis 15. Oktober. Diese Forststraße wurde im Juni auf Drängen des Weißeritzkreises für den Verkehr aufgemacht, damit zumindest Fahrzeuge bis 2,5 Tonnen Baustellen und Staus auf der B 170 zwischen Schmiedeberg und Altenberg umfahren können. „Das hat uns bisher sehr geholfen“, sagte Andrea Dombois. Milbradt sicherte da auch weiter seine Unterstützung zu. Eine Lösung von Dauer könne das zwar nicht sein, aber wenn dieser Schritt etwas Erleichterung verschafft, wolle er helfen. Falls bis Mitte Oktober die Situation durch Baustellen immer noch prekär ist, stellte er auch in Aussicht, über die Freigabe der Strecke neu zu diskutieren.

Autobahn

Alle hoffen, dass die neue Autobahn A 17 von Dresden nach Prag den Anwohnern der B 170 Entlastung bringt. Doch Landrat Bernd Greif (CDU) treibt eine neue Sorge um. Wenn die A 17 bis 2006 fertiggestellt wird, soll sie auf tschechischer Seite noch nicht durchgängig verlaufen. Greif hat gehört, die Lkws müssten dann ein Stück von der Autobahn runter auf normale Straßen und dagegen würden sich Bürgerbewegungen zur Wehr setzen. Milbradt beruhigte: „Wir kommen erst mal über den Berg.“ Zudem kündigte er an, nach Prag zu fahren und dort mit Regierenden weiter zu verhandeln.

Grenzübergänge

Der Besuch Milbradts wurde auch von einigen Protestlern gegen den Schwerlastverkehr auf der B 170 begleitet. An ihre Adresse gewandt, sagte der Ministerpräsident: „Ich tue alles in meinen Kräften Stehende, um weitere Grenzübergänge nach Tschechien zu öffnen.“ Voraussetzung dafür seien aber Staatsverträge. Er zeigte Verständnis für den Unmut der Anwohner der B 170, riet ihnen aber, sich mit anderen Bürgerinitiativen in der Region zusammenzutun und sich in Richtung Berlin aufzumachen.

Er weiß, dass gerade die Öffnung des Grenzüberganges in Marienberg für den Schwerlastverkehr den Menschen im Weißeritzkreis Entlastung bringen würde. Die Bürger dort seien auch bereit, wenn sie nur das Signal von der Bundesregierung bekämen, dass Straßenbaumaßnahmen beginnen würden.

Weisseritztalbahn


Die Bürger im Weißeritzkreis warten auf den Wiederaufbau der Kleinbahn. In Schmiedeberg ging gestern das Gerücht, die Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Iris Gleicke, wolle am 14. September zum Spatenstich kommen. Doch die sächsische Staatsregierung konnte das nicht bestätigen. „Wir sind permanent am Verhandeln“, sagte Ulrich Kraus, Leiter der Leitstelle Wiederaufbau in der Staatskanzlei. Doch bisher sind die zugesagten zehn Millionen Euro immer noch nicht in Dresden eingetroffen.

(Sächsische Zeitung 01. September 2004)

Über uns | Site Map | Privacy Policy | Kontakt | ©2005 Bürgerinitiative "Lebenswertes Erzgebirge"