Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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„Das ist eine Katastrophe“
Schmiedeberger sind frustriert / Täglich stauen sich Lkws und Pkws im Zentrum der Gemeinde
Von Maik Brückner

Ungeduldig schaut Susanne Greif in Richtung Altenberg. Es ist 14.15 Uhr und sie steht immer noch an der Bushaltestelle im Zentrum von Schmiedeberg. Seit gut 20 Minuten müsste sie laut Fahrplan schon im Bus nach Dipps sitzen. Stattdessen steht sich die Rentnerin gemeinsam mit ihrem Mann Rudolf und sieben anderen Wartenden die Beine in den Bauch und schaut auf die Straße, auf der weit und breit kein Bus zu sehen ist, der sich im Schritttempo zu ihr bewegt. Schneller wird er kaum vorwärts kommen, denn mitten im Ort wird gebaut. Deshalb stauen sich Pkws und Lkws in Richtung Dippoldiswalde.

Alle paar Minuten setzt sich die Kolonne in Gang, um an den Bauarbeitern und den Buswartenden vorbeizuziehen. Dann schaltet die Ampel wieder auf rot. Nichts geht mehr. Der Heimatsender MDR 1 Radio Sachsen meldet an diesem Tag: „Vier Kilometer Stau in Schmiedeberg aufgrund einer Baustelle“. „So geht das schon tagelang“, berichtet Susanne Greif. Eine andere Mitwartende ruft von hinten: „Das ist eine Katastrophe.“

„Die Leute hier im Ort sind unzufrieden“, fasst Rudolf Greif die Stimmung in Schmiedeberg zusammen. Er hatte sich erhofft, dass sich die Situation mit der Öffnung der Hochwaldstraße entspannt. Doch davon ist im Ort nichts zu merken. „Die Lkws fahren ja trotzdem und Autofahrer, die fremd sind, finden sich nicht zur ausgeschilderten Straße“, erzählt der Schmiedeberger.

Frustriert ist auch Lutz Seifert, der unweit vom Reisebüro Vogel an der Altenberger Straße die Gaststätte mit Hotel „Zur Post“ betreibt. „Es kommen weniger Gäste als vor Beginn der Baustelle“, erzählt der Gastwirt, der auch einen Umsatzrückgang beklagt. „Jeder, der an einer Ampel vorbeifährt, ist froh und wird doch nicht zwischendurch rausfahren“, erläutert Lutz Seifert sein nicht leichtes Leben mit der Baustelle direkt vor seinem Haus.

Er kann bestätigen, was die Bürgerinitiative „Lebenswertes Erzgebirge“ bei ihrer Verkehrszählung herausgefunden hat: Die Zahl der Lkws hat zugenommen. Seit dem 1. Mai fahren immer öfter Laster vorbei, deren Werbesprüche auf der Plane oder auf den Aufsetzern er noch nicht kennt. „Und es ist nicht so, dass die mir schon bekannte Werbung verschwunden ist.“Er wie auch die anderen Schmiedeberger wünschen sich, dass nicht mehr so viele Lkws auf der B 170 fahren.

Sächsische Zeitung, Freitag, 23. Juli 2004

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