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Lkw-Ampel ist offenbar vom Tisch
Straßenbauamt Dresden will lieber drei Fußgängerübergänge an der B 170 bauen
Von Maik Brückner

Die vor zwei Jahren bekannt gewordenen Pläne, den Lkw-Verkehr vor Altenberg mit einer Ampelanlage zu regulieren, sind offenbar gestorben. Das Straßenbauamt Dresden sieht dafür keinen Bedarf und will lieber drei Fußgängerampeln an der B 170 aufstellen.

Vor dem Abzweig Schellerhau an der Bundesstraße 170 wird aller Voraussicht nach keine Ampelanlage aufgestellt. Diese sollte – so sah es jedenfalls ein 2002 bekannt gewordener Plan vor – Altenberg davor bewahren, dass sich Lkws in der Stadt stauen. Diese Gefahr bestand, weil die tschechische Grenzpolizei bis zum EU-Beitritt am 1. Mai jeden nach Böhmen einreisenden Schwerlaster in einer ihrer drei Waagen abwog.

„Zu 90 Prozent war aber nur eine der drei in Betrieb“, erinnert sich Dietmar Pietsch, Leiter des Straßenbauamtes Dresden. Das führte dann zu Staus vor dem Grenzübergang Altenberg/Cinovec (Böhmisch-Zinnwald), die bis nach Altenberg reichten. Als eine der ersten Sofort-Maßnahmen wurde die dreispurige B 170 zwischen den Abzweigen Oberbärenburg und Schellerhau so umgestaltet, dass zwei Fahrspuren nach Zinnwald und nur eine nach Dresden führt. Kurz vor dem Abzweig Schellerhau standen Mitarbeiter des Bundesgrenzschutzes (BGS), die je nach Verkehrslage am Grenzübergang die Schwerlaster durch die Stadt schickten. Diese personell recht aufwendige Regulierung sollte mit Hilfe der Ampelanlage beseitigt werden.

Um diese zu bauen, musste die Anlage vom Bund genehmigt werden. „Das dauerte sehr lange“, weiß der Straßenbauamtschef. Zu lange, denn am 1. Mai dieses Jahres sind die Zollgrenzen zu Tschechien gefallen und die Grenzpolizei wiegt keine Lkws mehr. Aus straßenbauerischer Sicht hat die Ampelanlage keinen Sinn mehr, argumentiert Dietmar Pietsch und teilte seine Ansicht dem zuständigen Wirtschaftsministerium in Dresden mit. Dort prüft man den Antrag und weiß, dass es keine Staus mehr vor Altenberg gibt. Dennoch ist noch keine Entscheidung gefallen: „Es gibt noch keine Ergebnisse“, sagte Pressesprecherin Martina Pirk auf SZ-Nachfrage.

In Altenberg geht man hingegen davon aus, dass das Projekt „Straßenverkehrs-Beeinflussungsanlage“ – so der offizielle Name der Konstruktion – nicht mehr verwirklicht wird. So jedenfalls ließ es Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) seine Stadträte wissen: „Das ist eine richtige Entscheidung“. Sollte die Anlage doch noch gebaut werden, wäre das „Steuerverschwendung“, sagte der Stadtchef. Ähnlich sieht es auch Dietmar Pietsch, der die geplanten 250 000 Euro gerne anders einsetzen möchte. Zum Beispiel, um drei stationäre Ampelanlagen für Fußgänger entlang der Bundesstraße aufzustellen.

Standorte dafür hätte er. So sollten Anwohner der B 170 künftig in Obercarsdorf, in Ulberndorf (als Ersatz für die mobile Ampelanlage) und in Schmiedeberg (als Ergänzung der bereits bestehenden Ampel) die stark befahrene Straße besser queren können. Doch noch ist es ein Wunsch des Straßenbauamtsleiters, da die vom Bund bewilligte Gelder bis jetzt zweckgebunden sind.

Sächsische Zeitung, Donnerstag, 15. Juli 2004

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