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Strassenbäume und Alleen im Weisseritzkreis

Laut Statistik des Kreisumweltamtes wurden im Jahr 2001 im Zuge der Straßenunterhaltung 788 Straßenbäume gefällt. 2003 waren es 237 Bäume, in diesem Jahr bereits 35. In der Statistik gar nicht erfasst sind Bäume, die dem Straßenaus- oder -neubau weichen mussten.

Nur noch ein geringer Teil der Straßen im Kreis wird von Alleen gesäumt. Noch vor 100 Jahren waren Bäume an fast jeder Straße zu finden.

Im unteren Kreisgebiet prägten vor allem Obstgehölze wie Kirsche, Birne und Apfel die Alleen, im oberen Kreisgebiet waren Eberesche, Esche und Ahorn typisch.

Die Alleen an den Straßen prägen nicht nur das Landschaftsbild, sie erfüllen auch eine Vielzahl von Funktionen: Sie sind Wind- und Erosionsschutz und wichtiges Biotop, sie filtern den Straßenstaub. Obstgehölze an den Straßen dienten den Menschen früher auch als Nahrungsquelle.

Heute fehlt zum Anlegen von Alleen zum einen oft das Land, zum anderen das Geld. Es gibt aber auch rechtliche Probleme. Das Bundesverkehrsministerium arbeitet derzeit an einer „Empfehlung zum Schutz vor Unfällen mit Aufprall auf Bäume“ (ESAB). Das Papier, das Forderungen der Versicherungsgesellschaften berücksichtigt, sagt aus, dass die Existenz eines Straßenbaumes eine potenzielle Gefahr für den Menschen darstellt. Es spricht sich gegen Baumpflanzungen in Straßennähe aus.

Baum-Befürworter halten dagegen, dass Alleen sogar die Verkehrssicherheit fördern, indem sie z.B. Orientierung bei schlechtem Wetter bieten.

Die beiden bekanntesten Alleen des Weißeritzkreises sind wohl die Ebereschen-Allee an der Straße zwischen Klingenberg und Colmnitz (Ebereschen-Alleen waren einst typisch für das Erzgebirge, heute findet man sie nur noch selten) und die Pappel-Allee an der B 173 zwischen Grumbach und Kesselsdorf, angelegt einst zu Ehren Napoleons.

Auch die Deutsche Alleenstraße führt durch den Weißeritzkreis: Von Schlottwitz über Glashütte und Reinholdshain nach Dipps und weiter über die B 170 und die B 171 Richtung Frauenstein. Selbst die Alleenstraße ist abschnittsweise schon völlig baumlos.

Sächsische Zeitung, Freitag, 09. Juli 2004

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