Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Blockaden bringen nichts

Maik Erdmann aus Mühlhausen schickte folgende Mail zum Artikel „Kinder drängen schwere Laster von der B 170“ (SZ vom 1. Juli):

Da organisieren Anwohner eine Bummelfahrt oder ein Picknick, um Lkw-Fahrer auszubremsen. In meinen Augen ist das nicht nur primitiv, sondern einfach nur Nötigung. Nicht die Anwohner müssen die „Drecksuppe“ auslöffeln, sondern einzig und allein die Lkw-Fahrer.

Glauben Sie, es macht den Leuten Spaß, sich, wie in diesem Fall, durch das Erzgebirge zu quälen? Ganz bestimmt nicht! Fragen Sie doch einmal Lkw-Fahrer, wie die sich fühlen, wenn diese nach langer Parkplatzsuche endlich einen Platz gefunden haben und dann teilweise keine fünf Meter neben einer Autobahn, nur durch ein dünnes Blech getrennt, ihre Nacht verbringen müssen.

Warum demonstriert man nicht in Dresden oder in Berlin? Dort sitzen die Schuldigen an dieser angeblichen Misere, nicht in den Lkws. Aber Straßen vor der eigenen Haustür zu blockieren, ist halt einfacher und macht weniger Arbeit.

Diese Herren Warschau und Flegel sind sicher aktive Streiter, das glaub’ ich denen gerne. Nur glauben denn diese Männer wirklich, dass man sich in Berlin dafür interessiert, wenn auf irgendeiner Bundesstraße in der deutschen Provinz ein paar Lkws ausgebremst werden, dazu vorwiegend osteuropäische? Nein, wohl kaum! Aber vielleicht leiden diese Männer ja auch nur unter einer maßlosen Selbstüberschätzung...?

Es wurde auch ein Anti-Lkw-Lied gesungen. Warum ziehen diese Minnesänger nicht einfach in Höhlen und ernähren sich von Moos und Beeren? Da brauchen sie keine Lkws mehr. Solang dies aber nicht der Fall ist, sollte man nicht verdammen, was man wirklich braucht.

Gut leben wollen alle – aber etwas dafür tun will keiner.

Sächsische Zeitung, Donnerstag, 08. Juli 2004

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