Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Natur statt Stau auf der B 170
Auf der Hochwaldstraße kommen vor allem Einheimische schneller ans Ziel
Von Thomas Morgenroth

Langsam quält sich die Schlange aus Brummis und kleineren Automobilen den Possendorfer Berg hoch. Endlich ist die Bundesstraße 170 ein paar hundert Meter weit zweispurig. Gas geben, links raus und ab die Post. Aber schon mahnt das Schild wieder die Einspurigkeit an. Am Gasthof Rundteil geht die Tachonadel hinter einem ungarischen Transporter von 80 auf 40 km/h runter.

Viel schneller wird es auch außerhalb des Ortes nicht. Das Gezuckel zerrt an den Nerven. Überholen ist unmöglich, vermutlich wird das bis Altenberg so bleiben. Hoffentlich ist wenigstens der Stau an der Baustelle in Schmiedeberg nicht ganz so lang. Zehn Minuten? Zwanzig Minuten? Oft schaltet die Ampel schon das vierte Mal grün, bevor sich in der Schlange überhaupt was bewegt.

Seit Donnerstag ist dieses Schicksal für Pkws nicht mehr unausweichlich. Von Dresden kommend beginnt schon in Oberhäslich, einige Kilometer vor Dippoldiswalde, eine alternative Route, die erst hinter Schmiedeberg an der Buschmühle oder in der Bergstadt wieder auf die B 170 trifft. Über Reinholdshain geht es nach Niederfrauendorf, rechts ab nach Oberfrauendorf und hinein in den Wald bis Falkenhain.

65 Fahrzeuge in nur fünf Minuten

Lkws sind tabu, Kleintransporter bis maximal 3,5 Tonnen (so steht’s in Falkenhain) dürfen passieren. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 40 Kilometer pro Stunde begrenzt. Die Hochwaldstraße ist eine Forststraße, die nach der Flut 2002 asphaltiert wurde, um die zerstörte B 170 zeitweise zu ersetzen. Bis 3. September soll sie nun Autofahrern den Stress auf der überfüllten Bundesstraße ersparen.

Wie gestern Mittag: Während in Schmiedeberg 65 Fahrzeuge in nur fünf Minuten an der George-Bähr-Kirche vorbeiknattern, sind es auf der beschaulichen Hochwaldstraße gerade mal neun. Fast alle haben ein DW als Kennzeichen, es sind Einheimische, die sich auskennen und so rascher ans Ziel kommen.

„Ich habe es mir schlimmer vorgestellt“, sagt Eberhard Schmieder in Falkenhain. Der 65-Jährige wohnt dort, wo die Hochwaldstraße endet oder beginnt. „Ich staune, dass nicht mehr rollt“, sagt er und wendet das Heu am Straßenrand. „Die paar Autos, das merkt man doch hier gar nicht“, sagt Ulrich Klemt in Schmiedeberg. „Die Lkws sind das Problem, die müssen endlich weg.“

Sächsische Zeitung, Mittwoch, 30. Juni 2004

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