Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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RoLa in Dipps zu Grabe getragen

20 Trauernde fanden sich zu der Spontan-Aktion am Sonnabend in der Kreisstadt ein
Von Maik Brückner

Passend zum Anlass zog sich am Sonnabend der Himmel voller Wolken. Kurz nach 11 Uhr begann es zu tröpfeln, so als ob die Bürgerinitiative „Lebenswertes Erzgebirge“ und die PDS das Wetter zu ihrer spontan einberufenen Trauerfeier bestellt hätten. Symbolisch zu Grabe getragen wurde die Rollende Landstraße (RoLa). 20 Trauergäste stellten sich dazu in einem Halbkreis um einen Sarg auf und lauschten der Rede von Falk Neubert (PDS). Der Landtagsabgeordnete schilderte in einer Trauerrede das kurze Leben des großartigen Geschöpfes, das auch durch das Gerichtsurteil (siehe Kasten) nicht gerettet werden konnte.

„Für uns alle unfassbar wurde heute in den frühen Morgenstunden ihrem jungen Leben gewaltsam ein viel zu frühes Ende gesetzt. Sie durfte nicht einmal zehn Jahre alt werden“, sagte Neubert. „Die RoLa war ein ehrgeiziges, sehr fortschrittliches und ökologisch sinnvolles Modellprojekt unserer Staatsregierung, das noch in den Kinderschuhen steckte.“ Leider wuchs sie als Einzelkind auf. „Ihr Wachstum war schwer behindert. Ihr kleiner Körper war so geschwächt, dass eine Selbstheilung nicht mehr einsetzen konnte. Somit ist sie ein weiteres tragisches Opfer, das die Sparzwänge unserer Staatsregierung forderten“. Zum Ende rief Falk Neubert die Trauernden auf: „Lasst uns die Hoffnung nicht aufgeben! Wir glauben zwar nicht an Wunder, aber hin und wieder sind auch Tote wieder auferstanden!“

Nach dieser Rede zog der Trauerzug etwa hundert Meter entlang der B 170 in Richtung Ulberndorf, verharrte dort und kehrte dann wieder zurück. Am Trauerplatz angekommen, machte Holger Flegel von der Bürgerinitiative den Trauernden Mut. Bereits am 30. Juni gibt es die nächste Demo in Possendorf, bei der es auch um die RoLa gehen wird. „Je mehr Leute zu solchen Veranstaltungen kommen und je öfters sie stattfinden, desto größer werden die Chancen, dass wir etwas bewegen können“, so Flegel. Vielleicht gelingt es doch über den Klageweg, die RoLa wieder zum Leben zu erwecken, gab sich der Aktivist kämpferisch.

Inzwischen bahnt sich eine kurzfristige Lösung für die verkehrsgeplagten Anwohner der B 170 an, wie die Sächsische Zeitung am Sonntag gestern berichtete. Demnach soll auf Druck von Ministerpräsident Georg Milbradt die Hochwaldstraße zwischen Oberfrauendorf und Falkenhain doch geöffnet werden. Noch im Mai wurde das von Umweltminister Steffen Flath abgelehnt.

Sächsische Zeitung, Montag, 21. Juni 2004

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