Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Fast 2 400 Lkws in 24 Stunden
Bürgerinitiative zählte Schwerlaster in Altenberg
Von Maik Brückner

In Campingstühlen hatten es sich Dietrich Papsch und Frank Lochschmidt am Montagabend gemütlich gemacht. Doch die beiden saßen nicht da, um die letzten warmen Strahlen von Klärchen zu erhaschen, sondern den Verkehr auf der B 170 zu zählen. Initiiert wurde diese Aktion von der Bürgerinitiative "Lebenswertes Erzgebirge" (BI). Seit Sonntagabend, 22 Uhr, platzierten sich meist zwei ihrer Mitglieder gegenüber der Tankstelle, um von hier aus alle Lkws zu zählen, die durch die Bergstadt entweder in Richtung Zinnwald oder Dresden fahren.

Annette Fraedrich aus Schmiedeberg nahm gleich zweimal in den Campingstühlen Platz, von 0 bis 2 Uhr und von 14 bis 16 Uhr. In dieser Zeit ist ihr aufgefallen: "Die Straße ist von Tschechien nach Deutschland stärker befahren." Probleme, die "Nachtschicht" durchzuhalten, hatte sie nicht, auch nach Mitternacht rollte Verkehr über die B 170.

Viele Altenberger lobten die Aktion

Positiv fiel ihr auf, dass viele Altenberger sie angesprochen haben und sie für die Aktion lobten. "Es fiel nicht eine negative Bemerkung", fasst sie zusammen. Bis auf eine, die sich Andreas Warschau 3 Uhr morgens anhören musste. Ein Betrunkener pöbelte ihn an. "Das war aber nichts Bösartiges", so Warschau, der zu den Köpfen der BI gehört.

Vor der Zählung rechnete er mit rund einhundert Lkws pro Stunde. Jetzt haben sich seine Prognosen bestätigt. "Seit der EU-Osterweiterung fahren 30 Prozent mehr Laster auf der B 170", rechnet Andreas Warschau vor. Mit den jetzt gewonnenen Zahlen glaubt er, gute Argumente in der Hand zu haben, um mit einer einstweiligen Verfügung das Aus der Rollenden Landstraße (RoLa) zu verhindern. Noch in dieser Woche will die Bürgerinitiative einen Rechtsanwalt damit beauftragen.

Unabhängig davon wird die BI weitere Verkehrszählungen durchführen. Dann soll auch mal donnerstags gezählt werden, dem Wochentag mit dem meisten Verkehr.

Sächsische Zeitung 09. Juni 2004

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