Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

Gästebuch | Forum | Kontakt | Impressum
Presse 2005 | Presse 2004 | Presse 2003 | Presse 2002
aktuelle Aktionen | Aktionen der Vergangenheit | Tour de Natur |
Bürgerinitiative | Bündnis 90/Die Grünen | SPD | PDS | CDU | andere |
Briefe von Bürgern/Initiativen | Briefe von Parteien | Antworten |
0

 

"Wir brauchen solche Straßen"
Ministerpräsident Georg Milbradt wirbt für die Autobahn 17 im Besonderen und die Straße im Allgemeinen
Von Andreas Novak

Lockere Kleidung und festes Schuhwerk hatte die Staatskanzlei empfohlen: "Bei schlechtem Wetter sind Regenkleidung und Gummistiefel hilfreich." Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) schlug die Empfehlung in den Wind: Im schwarzen Anzug und in ledernen Halbschuhen besichtigte er gestern in Begleitung von Wirtschaftsminister Martin Gillo (CDU) Baustellen auf der Trasse der künftigen Autobahn 17 von Dresden nach Prag.

Es war eine Werbetour für die A 17 im Besonderen und die Straße im Allgemeinen. "Der Freistaat wird alles tun, damit die Autobahn pünktlich fertig wird", versprach Milbradt. Pünktlich, das heißt neuerdings: letztes Quartal 2006. Wären die ersten Versprechungen wahr geworden, die 1998 der damalige Wirtschaftsminister Kajo Schommer (CDU) gemacht hatte, könnte die A 17 bereits seit ein, zwei Jahren befahren werden.

Finanzierungsquerelen mit dem Bund und die Jahrhundertflut 2002 brachten deutliche Rückschläge. Auch eine Firma, die die Lockwitztalbrücke bauen sollte, ging Pleite. Die Verzögerung von einem Jahr soll aber nicht ins Gewicht fallen: Ende 2005 soll die Brücke fertig sein. Schritt für Schritt wird die Strecke in den kommenden Jahren freigegeben werden, in diesem Oktober der Abschnitt zwischen Dresden-Gorbitz und Dresden-Süd.

Milbradt zeigte sich von den Rohbauten von Brücken, Tunneln und Fahrbahnen beeindruckt: "Wir brauchen solche Straßen." Er kritisierte, dass der Straßenverkehr vom Bund erheblich belastet werde, aber nur vergleichsweise wenig in den Straßenbau gesteckt würde. Ein "Umsteuern" sei notwendig: "Straßenverkehr darf nicht länger igitt sein." Schon gar nicht, wenn es um den Lückenschluss zu den neuen EU-Nachbarn gehe. Den habe der Bund anscheinend verschlafen, kritisierte Milbradt. "Man kann nicht so lange warten, bis die Bürger protestieren", sagte er vor dem Hintergrund von Anwohner-Demonstrationen gegen den Schwerlastverkehr auf der seit der EU-Osterweiterung mit Lkw verstopften Bundesstraße 170.

Sächsische Zeitung, 2. Juni 2004

Über uns | Site Map | Privacy Policy | Kontakt | ©2005 Bürgerinitiative "Lebenswertes Erzgebirge"