Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

Gästebuch | Forum | Kontakt | Impressum
Presse 2005 | Presse 2004 | Presse 2003 | Presse 2002
aktuelle Aktionen | Aktionen der Vergangenheit | Tour de Natur |
Bürgerinitiative | Bündnis 90/Die Grünen | SPD | PDS | CDU | andere |
Briefe von Bürgern/Initiativen | Briefe von Parteien | Antworten |
0

 

"Wie retten wir uns bis zur Fertigstellung der A 17?"
Altenbergs Bürgermeister in MDR-Diskussionsrunde
Von Mandy Schaks

"Mehr war nicht zu erwarten", sagte gestern Thomas Kirsten nach seinem Fernsehauftritt am Montagabend. Im "Dresdner Gespräch" aus dem MDR-Landesfunkhaus Sachsen hatte der Altenberger Bürgermeister u. a. mit Parlamentariern über die unsäglichen Verkehrsprobleme auf der B 170 diskutiert.

Kirsten setzt jetzt auf kleine Schritte


Insgeheim hoffte er freilich, dass sich an der Debatte auch die beteiligen würden, die letztlich die Entscheidungen treffen, "damit man über Lösungen sprechen kann", so Kirsten. Aber die waren nicht in Sicht - weder die Entscheider noch die Lösungen, so wie es die Menschen aus dem Weißeritzkreis inzwischen seit Monaten kennen.

Trotzdem ist Kirsten nicht enttäuscht. "Man muss jede Plattform nutzen, um die Probleme zu thematisieren". Und das ist ihm in der MDR-Fernsehsendung gelungen. Schützenhilfe erhielt er dabei von Simone Raatz, der verkehrspolitischen Sprecherin der SPD Sachsen, die erneut für ein Nachtfahrverbot für Transit-Lkws plädierte und als Ausweichstrecke die Rollende Landstraße (RoLa) ins Gespräch brachte, die mangels Auslastung inzwischen vor dem Aus steht. Die RoLa müsse bleiben, die Sozialdemokraten hätten sich deshalb auch an Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe gewandt, sagte sie.

Doch dann musste sie weitestgehend passen, auch weil sie die Antworten nicht geben konnte, die ihre rot-grüne Bundesregierung schuldig bleibt. "Wenn die RoLa nicht angenommen wird, ist das nicht finanzierbar", konterte zum Beispiel Georg Hamburger, verkehrspolitischer Sprecher der CDU in Sachsen. Und er nannte für die sinkende Resonanz auch einen Grund: Eine RoLa rechnet sich erst ab 200 Kilometer. Dem pflichtete Michael Lohse bei, Präsident des Landesverbandes des Sächsischen Verkehrsgewerbes. Die RoLa von Dresden nach Lovosice sei eine der schlechtesten Lösungen - zu kurz, zu langsam und damit zu unattraktiv. Zudem sei ein Großteil der Transporte ohnehin regionaler Verkehr.

Das sieht auch das sächsische Wirtschaftsministerium so, dass sich deshalb darum bemühe, den Grenzpunkt in Reitzenhain auch für Lkws öffnen zu können, wie Sprecherin Annette Binninger sagte. Das erfordert allerdings eine Umgehungsstraße für Marienberg. Die Pläne dafür seien da, aber der Bund habe zurzeit kein Geld.

Gefahrenlage auf der B 170 prüfen

Altenbergs Bürgermeister hofft nun, dass sich doch noch einmal ein Runde zusammenfindet. Denn Hamburger hatte Signale gesendet, vielleicht doch mit einem Anreiz-System die RoLa wieder in Schwung zu bringen. Und auch mit dem Landratsamt müsse noch einmal geredet werden, ob alle Spielräume ausgereizt sind.

"Es kann nur darum gehen: Wie retten wir uns bis zur Fertigstellung der A 17?" sagte gestern Kirsten gegenüber der SZ. "Da ist mir jeder Weg recht." Ein Lösungsansatz wäre auch aus seiner Sicht, das Gefährdungspotenzial auf der B 170 auf Grund der jetzigen Bauarbeiten zu prüfen. Wenn diese Nadelöhre doch zu riskant sind, hofft er auf ein Verbot für Gefahrguttransporte und Nachtfahrten von Transit-Lkws. Dann wäre aus seiner Sicht auch sofort wieder die RoLa stärker ausgelastet.

"Wenn wir nur einen Sommer gewinnen, wären wir schon ein Stück weiter", sagte Kirsten im SZ-Gespräch.

Sächsische Zeitung, Mittwoch, 26. Mai 2004

Über uns | Site Map | Privacy Policy | Kontakt | ©2005 Bürgerinitiative "Lebenswertes Erzgebirge"