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RoLa auf dem Abstellgleis
Rollende Landstraße: Vertrag wird gekündigt
dpa

Die "Rollende Landstraße" (RoLa) zwischen Dresden und dem tschechischen Lovosice wird eingestellt. Darauf verständigten sich am Dienstag in Prag Vertreter beider Seiten, teilte das Wirtschaftsministerium mit.

Die "RoLa" befördert bisher Lastkraftwagen auf Zügen von und nach Tschechien. Mit dem Wegfall der Zollkontrollen zum Zeitpunkt der EU-Erweiterung wichen die Spediteure wieder auf die Straße aus. Die Auslastung der Züge sank auf unter 10 Prozent. Damit gilt das Projekt als nicht mehr finanzierbar.

Einen Termin für die Einstellung des Verkehrs gibt es noch nicht. Das Ministerium sprach vom "frühstmöglichen Zeitpunkt". Bis dahin würden die Zahl der täglichen Zugfahrten reduziert und die Preise gesenkt. Details seien erst in den kommenden Tagen klar. Perspektiven für eine höhere Auslastung sähen beide Seiten nicht. "Selbst bei einer Auslastung von 70 bis 80 Prozent wie in den vergangenen Jahren leisteten Sachsen und Tschechien Betriebskostenzuschüsse in Höhe von 5 beziehungsweise 2,5 Millionen Euro pro Jahr", hieß es.

Die Einnahmen aus dem Verkauf der Fahrkarten betrugen im Vorjahr 6,5 Millionen Euro. Bei geringerer Auslastung wäre die RoLa nur mit höheren Zuschüssen zu halten. Die Preise lagen seit Jahresbeginn bei 83 Euro pro Ticket, 5 Euro mehr als zuvor.

Sachsens Grüne hatten am Montag die Weiterführung der "RoLa" gefordert und dabei vor allem Gefahrguttransporte und den Nachtverkehr genannt. Andernfalls drohe für Anlieger auf der Bundesstraße 170 nach Zinnwald eine Katastrophe. Die starke Zunahme des Lkw-Verkehrs auf der B 170 hatte in der vergangenen Woche zu Protesten von Anwohnern geführt.

Sächsische Zeitung, Dienstag, 18. Mai 2004

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