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Flath spricht ein Machtwort: Hochwaldstraße bleibt zu
Landrat Greif: Weißeritzkreis fühlt sich allein gelassen
Von Franz Herz


Peter Branz, der Leiter des Altenberger Forstamts, kam gestern mit der schlechten Nachricht zu einem Termin mit Vertretern des Straßenbauamts und des Landratsamts: Die Hochwaldstraße bleibt zu! Eigentlich sollten bei einer Begehung der Forststraße Nägel mit Köpfen gemacht werden, um deren Öffnung für den Pkw-Verkehr vorzubereiten.

Das Landratsamt hatte beantragt, sie sofort zu öffnen. Wenigstens der Pkw-Verkehr ins obere Osterzgebirge sollte sich nicht durch das Nadelöhr Schmiedeberg zwängen müssen. Details waren noch abzusprechen.Das Forstamt Altenberg hatte sich kooperativ gezeigt. Bis offensichtlich Sachsens Landwirtschafts- und Umweltminister Steffen Flath Amtsleiter Branz zurück pfiff.

Landrat Bernd Greif ärgert sich darüber, dass Minister Flath diese Entscheidung getroffen hat, ohne wenigstens mit ihm zu sprechen. "Das von Dresden aus zu beurteilen, ist nicht akzeptabel!" Für Greif ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Deswegen nahm er persönlich an der Demonstration gestern Nachmittag teil.

Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten sagte zu der Ablehnung: "Schade! Für die Pendler, die von hier oben nach Dippoldiswalde oder Dresden zur Arbeit fahren, ist es keine gute Lösung und auch nicht für die Vermieter im Gebirge. Deren Gäste stehen dann schon im Stau, bevor sie überhaupt ankommen."

Der Rechtsanwalt Tino Hamann aus Altenberg hatte auf die Hochwaldstraße gehofft für den täglichen Arbeitsweg in seine Kanzlei nach Dippoldiswalde. Jetzt fährt er Umwege über Oberfrauendorf nach Schmiedeberg und von dort durchs Pöbeltal nach Altenberg. Das kostet unnötig Zeit, Sprit und Nerven.

Derzeit lagert noch gefälltes Holz an der Hochwaldstraße, das abgefahren werden muss. Langholzfahrzeuge können aber nicht rangieren, wenn gleichzeitig der normale Straßenverkehr rollt. Doch das Problem ließe sich in wenigen Tagen lösen.

Flath will aber prinzipiell nicht, dass sich in leisen Schritten eine Forststraße zu einer normalen Verkehrsverbindung wandelt. "Es bleibt beim kategorischen Nein", sagt sein Sprecher Dirk Reelfs. "Die Straße steht zur Verfügung, wenn eine Katastrophe passiert oder ähnliches. Aber wenn jetzt durch die EU-Osterweiterung der Verkehr zunimmt, ist das kein Grund, eine Forststraße für den Verkehr zu öffnen." Dieses Problem zu lösen, sei nicht Aufgabe des Umweltministeriums.

Sächsische Zeitung, Freitag, 14. Mai 2004

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