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Verkehrsrouten für Stein-Lkws sind kritisch
Amtsleiter Rainer Frenzel: "Konzept ist nicht schlüssig"

Mandy Schaks

Ohne Ergebnis endete eine Beratung im Landratsamt mit der Baufirma des Müglitzdamms bei Lauenstein, dem Betreiber des Steinbruchs in Ulberndorf und den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden zu einem Verkehrskonzept. Eine Million Tonnen Steine sollen für den Bau des Hochwasserschutz-Beckens im Müglitztal aus dem Steinbruch bei Dippoldiswalde geholt werden. Wie diese Lkw-Ladungen allerdings bis Lauenstein kommen, ist nach wie vor unklar.

"Momentan gibt es keine Verkehrslösung", sagte Rainer Frenzel, der Leiter des Umwelt- und Kreisentwicklungsamtes Dippoldiswalde. Was bislang von der Baufirma vorgelegt wurde, bezeichnete er als kritisch. So gebe es die Vorstellung, dass die Lkws mit den Steinen an Bord von Ulberndorf nach Oberfrauendorf fahren, weiter nach Schmiedeberg über den Molchgrund zur B 170, dann am Abzweig Buschmühle nach Falkenhain und dort über Johnsbach und Bärenhecke bis zur Müglitztalstraße.

Nicht alle Straßen für solche Fuhren geeignet

Zurück sollen die leeren Lkws eine andere Route nehmen. Im Gespräch ist entweder die Strecke direkt über Glashütte, Niederfrauendorf bis zum Steinbruch oder über Börnchen, Dittersdorf und Glashütte. "Das Konzept ist aber nicht schlüssig", fasste Rainer Frenzel die Beratung zusammen. Denn die Straßen sind zum Teil für solche Fuhren nicht ausgelegt und würden große Belastungen für die Anwohner mit sich bringen.

Eine Abstimmung im Vorfeld gewünscht

Deshalb soll sich die Baufirma nun noch einmal mit den Gegebenheiten befassen. Am Dienstag, dem 27. April, wird sich die Runde erneut treffen und die Strecke abfahren. Dass die zum Teil engen und kurvenreichen Straßen bis dahin auf Schwerlast-Größe wachsen, erwartet wohl niemand. Doch Frenzel stellte auch klar, dass es nicht damit getan sei, die Genehmigung für die Steintransporte auf Grund der kritischen Lage einfach zu versagen. Varianten wären zu prüfen, auch Ausnahmeregeln in Erwägung zu ziehen. Denn wenn es das Landratsamt nicht tut, könnten es möglicherweise andere tun.

Rainer Frenzel verhehlte allerdings nicht, dass sowohl das Landratsamt als auch betroffene Gemeinden Alternativen ins Auge gefasst haben. Schwerpunkt der Bestrebungen sei, dass der Hauptteil der Gesteinsmassen möglichst ortsnah abgebaut und gar nicht erst quer durch den Kreis transportiert wird. In diesem Zusammenhang sagte Frenzel: "Wir hätten uns gewünscht, dass es im Vorfeld eine Abstimmung zu den Verkehrswegen gegeben hätte." Doch das geschah nicht.

Sächsische Zeitung (Lokales Dippoldiswalde ), 20.04.2004

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