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Der Schreck sitzt tief
Die Altenberger Familie Wolf wartet immer noch auf das Geld von der Versicherung

Noch immer hat Familie Wolf nicht entschieden, ob sie ihr Haus an der Zinnwalder Straße in Altenberg wieder aufbaut. Es wurde in den frühen Morgenstunden des 23. März durch einen tschechischen Lkw zerstört.

Maik Brückner

Der Schreck sitzt noch immer tief. "Aber seit Ostern geht es mir besser", erzählt Elke Wolf. Auch ihre Tochter hat den Unfall inzwischen gut weggesteckt. Das gleiche wünscht sich Frau Wolf nun für ihren Sohn. Der war für ein paar Tage mit seinem Vater, der zum Unfallzeitpunkt nicht im Haus war, bei Bekannten zu Besuch. "Ich hoffe, meinem Sohn geht es jetzt besser", bangt sie.

Das Schicksal der Familie hat die Altenberger indes nicht kalt gelassen. Die Schüler der Grundschule starteten eine Altpapier-Sammlung, deren Erlös den Wolfs zu Gute kommen soll. Die Stadt Altenberg hat ein Spendenkonto eingerichtet, das laut Kämmerin Sylvia Kiefel schon mit 860 Euro gefüllt ist. Darüber freut sich die Familie, denn das Geld wird sie gut gebrauchen können. "Ich habe jetzt doppelte Ausgaben durch die Mietwohnung", sagt Frau Wolf. Wenn der Schaden beglichen ist, möchte sie das Spendengeld gern für einen anderen guten Zweck zur Verfügung stellen.

Mittlerweile hat die Familie eine Wohnung an der Dresdner Straße bezogen und diese mit Möbeln aus der Ferienwohnung und vom Vormieter ausgestattet. Eins steht fest, für immer wollen die Wolfs hier nicht wohnen. Am liebsten würden sie ein neues Haus in Altenberg oder in der Umgebung bauen oder ein ähnliches Haus übernehmen. Möglichst weit weg von der Bundesstraße. Ob dieser Wunsch Realität wird, hängt unter anderem vom Straßenbauamt ab. Dem hat die Familie ihr angefahrenes Haus angeboten. "Uns wäre es recht, wenn das Amt das Haus kauft", sagt Frau Wolf. Vielleicht, so ihre Hoffnung, braucht es die Behörde, um die Straße auszubauen, denn der Schwerlastverkehr soll noch um das Dreifache steigen. Bis jetzt aber warten die Wolfs noch auf eine Antwort.

Doch nicht nur darauf warten sie. Bisher ist noch kein Geld von der Versicherung gekommen. "Der Fall liegt noch beim Anwalt", berichtet die Altenbergerin. Von daher wisse sie nicht, mit wie viel Geld als Schadensausgleich zu rechnen ist. Und weil diese Frage unbeantwortet ist, können die Wolfs auch nicht mit dem Abriss beziehungsweise dem Wiederaufbau beginnen.

Das fordert aber indirekt das Landratsamt, da die Bundesstraße spätestens bis zum 6. Mai wieder zweispurig befahrbar sein soll. Weil das nicht zu schaffen ist, hat sich nun auch Bürgermeister Thomas Kirsten eingeschaltet. Familie Wolf hofft, dass man sich gütlich einigt, denn der Termin ist nicht zu halten.

Sächsische Zeitung (Lokales Dippoldiswalde ), 17.04.2004

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