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"Zeit ist längst reif, auf die Straße zu gehen"
Bürger wollen sich Verkehrs-Chaos nicht bieten lassen

Mandy Schaks

Die Kreisverwaltung bekannte auf Druck der SPD-Fraktion im Kreistag Farbe: Es gibt kein Verkehrskonzept für den Weißeritzkreis, und es wird auch bis zur Fertigstellung der Autobahn A 17 im Jahre 2006 keines geben (SZ berichtete). Selbst kleine Schritte in Richtung Verkehrsentlastung sind kaum durchzusetzen, wie Landrat Bernd Greif (CDU) erklärte. So zerschlage sich auch die Hoffnung, Gefahrgut-Transporte von der B 170 weg zu bekommen.

Diese ernüchternden Aussagen rufen bei Bürgern Unmut hervor. "Ich halte das für ein Armutszeugnis sondergleichen", schreibt Dietrich Papsch aus Schellerhau. "Also bleibt festzustellen, dass seit Jahren die Forderungen der Bürgerinitiativen und auch der Anlieger entlang der B 170 weiter in den Wind geschlagen werden, obwohl Vorschläge und Lösungen bei den Verantwortlichen auf dem Tisch liegen." Bis 2006 zu warten sei sträflich und bedeutet nach Meinung von Papsch weiteres Ausbluten unserer Gemeinden sowie Einschnitte in der Tourismusentwicklung.

Auch Rainer Klee aus Höckendorf sieht keinen Grund, noch länger zu warten. Es gebe aus seiner Sicht sehr wohl aktuelle Analysen, die als Ausgangspunkt für ein Verkehrskonzept dienen könnten, schreibt er. Dabei führt er die Verkehrsprognosen ins Feld, die nach der August-Flut 2002 im Zuge der Planungen für eine neue B 170 von der sächsischen Staatsregierung in Auftrag gegeben und aus dem Bundesfonds Wiederaufbauhilfe Hochwasser 2002 bezahlt wurden. "Hätte man nun diese Analyse aus 2003 genommen, dann wäre heute ein Verkehrskonzept wenigstens im Entwurf fertig", ist Rainer Klee überzeugt.

Gunst der Stunde: Kommunalwahl nutzen

Dietrich Papsch, der selbst sehr engagiert in der Bürgerinitiative B 170 mitwirkt, stellt sich die Frage: "Müssen wir uns das einfach bieten lassen? Ist nicht jetzt mehr denn je Widerstand angesagt, parlamentarisch und außerparlamentarisch, im Namen der Menschen und unseres Osterzgebirges, im Namen der Demokratie?" Er schlägt vor, jetzt die Gunst der Stunde vor den Kommunalwahlen zu nutzen und die Kandidaten zu prüfen, was sie tun wollen für die betroffenen Menschen, wenn sie gewählt werden.

Doch Papsch macht sich nichts vor: "Auch das allein wird nicht ausreichen." Für ihn gibt es nur einen Weg: "Der Druck von unten muss größer werden." Dabei blickt er zu den Österreichern. Mit stundenlangen Blockaden von Autobahnen und Straßen würden sie sich "gegen den europaübergreifenden Transitverkehrs-Wahn in ihrem Land und gegen eine sinnlose Naturzerstörung" wehren. "Auch bei uns ist die Zeit längst reif, dafür auf die Straße zu gehen und wirksam Widerstand zu leisten", erklärt Papsch.

Sächsische Zeitung (Lokales Freital ), 14.04.2004

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