Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

Gästebuch | Forum | Kontakt | Impressum
Presse 2005 | Presse 2004 | Presse 2003 | Presse 2002
aktuelle Aktionen | Aktionen der Vergangenheit | Tour de Natur |
Bürgerinitiative | Bündnis 90/Die Grünen | SPD | PDS | CDU | andere |
Briefe von Bürgern/Initiativen | Briefe von Parteien | Antworten |
0

 

Die Hauptlast kommt dieses Jahr

Bürgermeister Schneider erwartet Verkehrsprobleme in Schmiedeberg wegen Brücken- und Straßenbau
Über die Situation Schmiedebergs zu Beginn des neuen Jahres sprach die SZ mit Bürgermeister Karl-Günter Schneider (CDU).

Was war für Sie der wichtigste Schritt, den Schmiedeberg 2003 getan hat?

Ein Drittel des Wiederaufbaus nach der Flut haben wir abgearbeitet. Dabei ragt die Grundschule Schmiedeberg in Obercarsdorf heraus. Der Neubau ist am weitesten fortgeschritten. Dort wird nach den Winterferien der Schulbetrieb beginnen und am 27. Februar eine Einweihungsfeier stattfinden. Nach dem Winter kommen noch die Arbeiten an den Außenanlagen, und im Sommer wird mit einem Fest der Bau endgültig abgeschlossen.

Welche weiteren Investitionen schloss Schmiedeberg im alten Jahr ab?

Wir haben für 1,9 Millionen Euro Bauaufträge abgerechnet. Wichtig dabei ist, dass die Mittelschule nach dem Hochwasser wieder voll betriebsbereit ist. Weiter haben wir im Schwarzdeckenprogramm eine alte Plattenstraße auf dem Brandweg erneuert. Und es ist auch viel in den Gemeindewohnungen geworden.

Wie sehen Pläne für den längerfristigen Hochwasserschutz im Gemeindegebiet aus?

Das wird sich erst in den nächsten zehn Jahren so richtig entwickeln. Wir müssen jetzt sehen, dass Bad und Rückhaltebecken in Dönschten wieder hergestellt werden. Die haben sich bewährt, hielten vor allem viel Schlamm zurück, wurden aber schwer beschädigt. Die anderen Vorhaben müssen längerfristig angegangen werden. Auch wir als Gemeinde nehmen beim Wiederaufbau Rücksicht auf den Hochwasserschutz. Von den drei kommunalen Brücken in Schmiedeberg, der Post-, der Schul- und der Auxelbrücke, die beschädigt wurden, werden wir nur zwei wieder aufbauen, eine als Fußgänger-, eine als Fahrbrücke. Damit fällt eine Engstelle für das Wasser weg.

Was steht im beginnenden Jahr im Vordergrund?

Die Hauptlast der Baumaßnahmen für den Wiederaufbau kommt in diesem Jahr. Dabei geht es um Brückenbauten, die erst geplant werden mussten und deswegen nicht eher beginnen konnten. Das wird unsere ganze Kraft kosten auch in der Verwaltung. Auf die Bürger kommen dabei enorme Belastungen zu, für die ich nur im Vorhinein schon um Verständnis bitten kann. Schwierig wird es auch, den Ablauf zu steuern, damit keine Straße ganz abgeschnitten wird oder eine Baustelle die andere behindert. Auf der Altenberger Straße, der B 170, wird weiter gebaut, Abwasser, Trinkwasser, Brücken. Das wird eine Riesenherausforderung. Wir haben ja letztes Jahr schon gesehen, wie belastend das wird.

Schmiedeberg hat großzügige Spenden nach der Flut erhalten. Fließt da jetzt noch Geld?

Nein, das Thema ist abgeschlossen. Sporadisch kam im Sommer letzten Jahres noch etwas, aber das waren Restbeträge von größeren Spendenaktionen.

Verschiedene Ortsteile sind im Förderdorfprogramm. Wie ist dort der Stand?

Obercarsdorf, Sadisdorf und Ammelsdorf sind in dem Dorferneuerungsprogramm. Und es ist leider so, dass wir in allen drei Förderdörfern keine kommunalen Maßnahmen umsetzen können, eine ganz bittere Angelegenheit. Jetzt stehen Hochwasserwiederaufbau, Schule und Feuerwehr im Vordergrund.

Vor zwei Jahren haben sich Schmiedeberg und Obercarsdorf zusammengeschlossen. Was hat die Vereinigung gebracht?

Was wir uns erhofft haben, ist eingetreten. Der Haushalt der Gemeinde ist nicht besser, aber stabiler geworden. Wenn die beiden Gemeinden allein gewirtschaftet hätten, wäre es in keinem Fall besser geworden. Wir haben also einen richtigen Schritt gemacht.

Vor einem Jahr haben alle über die Zukunft der B 170 diskutiert. Wie sehen Sie dies aus heutiger Sicht?

Ich bedauere sehr, dass es nicht gelungen ist, die Umgehungsstraße zu realisieren. Unser Gemeinderat hat sich ja dafür ausgesprochen. Es kamen Widerstände von Bürgerinitiativen und Naturschutzverbänden, und der Kreis hat vielleicht die Entscheidung zu lange hinausgezögert. Bei all den Baumaßnahmen, die 2004 anstehen, habe ich jetzt arge Bedenken und wenn die Autobahn A 17 bis Bannewitz führt, dann Gnade uns Gott.

Dieses Jahr steht auch die Neuwahl des Gemeinderats an. Welche Änderungen erwarten Sie dabei?

Mit Sicherheit wird die Zahl der Mitglieder von jetzt 30 auf 18 sinken. Ich hoffe dann nur, dass alle Ortsteile im Rat vertreten sind. Dafür müssen sich geeignete Kandidaten bereit erklären.

Sächsische Zeitung, 16. Januar 2004

Über uns | Site Map | Privacy Policy | Kontakt | ©2005 Bürgerinitiative "Lebenswertes Erzgebirge"