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Verband will freie Fahrt und Riesen-Lkw
Sonntagsverbot soll fallen - Erwartete Brummi-Lawine blieb aus

Magdeburg/MZ.  Der Verkehrs- und Logistik-Experte Gerhard Riemann vom Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels sagt einen einen dramatischen Anstieg des Lkw-Verkehrs im Zuge der EU-Osterweiterung. Der Verband fordert deshalb liberalere Verkehrsregeln für Transporte per Lkw. Danach sollte das an 72 Tagen im Jahr geltende Fahrverbot abgeschafft werden. Zugleich müssten Lastzüge mit bis zu 60 statt wie bisher 40 Tonnen zugelassen werden.

Das Bundesverkehrsministerium lehnt eine Zulassung der Riesen-Brummis ab. "Straßen und Brücken werden dann zu Schrott gefahren", sagt ein Ministeriums-Sprecher. Unterdessen ist die schon für den Beitrittsmonat der EU-Neulinge erwartete Lkw-Lawine ausgeblieben. "Das belegen Zählungen an der Transit-Autobahn A 2", sagt Harald Kreibich, Sprecher im Magdeburger Verkehrsministerium. Im Mai dieses Jahres seien in Richtung Berlin 35074 Fahrzeuge pro Tag, davon 9585 Lkw gezählt worden. Im Mai des Vorjahres waren es 33846 Fahrzeuge und 9730 Lkw. In Richtung Hannover ergab die Zählung ein ähnliches Bild. "Der Gesamtverkehr ist zwar im Rahmen der üblichen Steigerungsraten gewachsen. Bei den Lkw jedoch ergibt sich ein leichter Rückgang", so Kreibich.

Auch das Verkehrsministerium Mecklenburg-Vorpommerns geht nach Angaben von Sprecher Gerd Lange nicht von einem sprunghafte Anstieg des Lkw-Transitverkehrs aus. Deutlich gestiegen ist dagegen das Aufkommen in den Grenzregionen, zum Beispiel von Frankfurt/Oder nach Polen. "Wir haben einen Anstieg um 75 Prozent und mehr", sagt Lothar Wiegand im Potsdamer Verkehrsministerium.

Ein Grund könnte sein, dass der Güterverkehr zwischen den grenznahen Regionen stark zugenommen hat, seit es nach dem Wegfall der Kontrollen keine Staus an den Grenzübergängen mehr gibt. Hinzu kommt, dass viele Spediteure zu den osteuropäischen Nachbarn fahren, um billig zu tanken.

In Sachsen haben die geöffneten Grenzen dazu geführt, dass der Huckepackverkehr der Bahn, die Rollende Landstraße zwischen Dresden und dem tschechischen Lovosice, mangels Nachfrage eingestellt wurde. Dort hat der Schwerlastverkehr im Grenzbereich stark zugenommen. An den Übergängen Altenberg (B 170) und Ludwigsdorf (A 4) hat er sich fast verdoppelt.

Naumburger Tageblatt, 06. August 2004

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