Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Protest gegen Lasterkolonnen am Possendorfer Berg

Possendorf. Feldbetten mitten auf der stark frequentierten B170 im Ortsteil Possendorf, das erregt Aufsehen. Mit ihrer symbolischen Nachtruhe sorgten gestern Nachmittag ab 16 Uhr Abgeordnete der SPD-Landtagsfraktion für eine halbe Stunde kein Rad mehr in Richtung Possendorfer Berg drehte. "Wir machen gemeinsam mit dem Freitaler SPD-Ortsverein, zwölf Fraktionskollegen sowie Mitgliedern von der Bürgerinitiative "Lebenswertes Erzgebirge" auf die chaotische Situation auf der Bundesstraße in Richtung Altenberg aufmerksam", erklärte die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Simone Raatzdas gemeinsame Anliegen. "Anders als mit Symbolik geht es nicht in einer Demokratie", gibt sich auch Fraktions-Abgeordneter Karl Nolle überzeugt.

Die Rollende Landstraße (Rola) jetzt einzustellen, das halten die Genossen für Wahnsinn. Gleichzeitig fordern sie den Ministerpräsidenten Georg Milbradt (CDU) auf, endlich Tatsachen zu schaffen. Ein Nachtfahrverbot für Schwerlaster und Gefahrguttransporter ließe sich ihrer Meinung nach durchaus durchboxen. Schließlich, so argumentiert Nolle, dürfe das Menschrecht auf Schlaf nicht hinter dem Recht auf Transport und Versorgung der Bevölkerung rangieren. Nolle: "Die B174 mit dem Grenzübergang Reitzenhain ist auf keinen Fall eine Alternativstrecke". Schon jetzt stockt dort der Verkehr.

Mit Hockern ausgestattet und jeder Menge Wut im Bauch beobachteten zahlreiche Anwohner die kleine Demo vor ihrer Tür. Der Possendorfer Klaus Pittroff fordert Kontrollen, die es Lkw über 16 Tonnen unmöglich machen, den Weg zur Autobahn über Freital und Wilsdruff abzukürzen. Denn: Die Häuser in Niederhäslich wackeln, wenn die Brummis auf den viel zu engen Straßen durchbrettern.

Aufschnelle Lösungen hofft auch der Fraktionsvorsitzende der Bündnis 90 /Die Grünen Andreas Warschau. Er zählte von Sonntag bis Montag in Altenberg 2371 Lkw und 90 Gefahrguttransporter. Vor zwei Jahren waren es SPD-Angaben zufolge 1500 bis 1800. Damit sich die Sächsische Staatsregierung endlich ernsthafte Gedanken macht, legten sich die Genossen auf die Straße. Eine Aktion übrigens, die sich nach Auskunft der Zaunsgäste mindestens 14-tägig wiederholen sollte.

Kerstin Ardelt
Dresdner Neueste Nachrichten, 8. Juni 2004

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