Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

Gästebuch | Forum | Kontakt | Impressum
Presse 2005 | Presse 2004 | Presse 2003 | Presse 2002
aktuelle Aktionen | Aktionen der Vergangenheit | Tour de Natur |
Bürgerinitiative | Bündnis 90/Die Grünen | SPD | PDS | CDU | andere |
Briefe von Bürgern/Initiativen | Briefe von Parteien | Antworten |
0

 

Altenberger Ortsumfahrung ist vom Tisch

Einwohner müssen weiter mit dem Lkw-Verkehr in der Stadt leben / Mögliche Trassen würden Naturschutzgebiete streifen

Maik Brückner

Es gab nicht wenige, die nach der Jahrhundertflut von einem Lkw-freien Altenberg träumten. Schließlich wurde nach der August-Katastrophe 2002 nicht nur die Idee vom Neubau einer Bundesstraße auf dem Kamm geboren, auch eine Ortsumfahrung für Altenberg war im Gespräch. Kein schlechter Gedanke, schließlich müht sich die Stadt seit längerem um den Titel Kurort. Da käme eine Lkw-freie Kernstadt gerade recht.
Diesen Traum können die Altenberger erst einmal begraben. Die Bergstadt wird keine Umgehungsstraße bekommen. Diese traurige Nachricht musste Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten jetzt seinen Stadträten verkünden, obwohl er „relativ optimistisch war", die Straße zu bekommen. Eine Machbarkeitsstudie vom Straßenbauamt Dresden (SBA) lieferte aber Gründe, diesen Plan nicht weiter zu verfolgen. Es sind zwei, wie Annette Binninger, Pressesprecherin des sächsischen Wirtschaftsministeriums, erläutert. Die Pläne sind zum einen wegen der Natur vom Tisch. Von den drei untersuchten Trassen führten zwei durch ein Trinkwasserschutzgebiet und brauchten deshalb gar nicht weiter verfolgt zu werden, da dessen Schutz oberste Priorität hat.
Dazu kommt, und das schlug sich auch bei Variante drei nieder, dass alle drei möglichen Trassen durch landschaftsschutzrelevante Gebiete geführt werden müssten. Ebenfalls ein Ablehnungsgrund für die Straßenbauer. Damit nicht genug. Neben den Naturschutzbelangen gibt es für das Ministerium noch einen zweiten handfesten Grund. Eine Ortsumfahrung, wo auch immer sie lang führen würde, rechnet sich nicht – sie ist nicht wirtschaftlich. Diese nüchterne Behauptung untersetzt das SBA mit Fakten, die es aus einer Verkehrsprognose ableitet. Im Jahre 2000 zählte man in Altenberg insgesamt 6 000 Fahrzeuge, die täglich durch die Bergstadt fuhren. Rund 1 200 davon waren Lkws. Im Jahr 2015 werden es der Prognose zufolge nur noch halb so viele sein – das SBA rechnet mit 3 000. Auch der Lkw-Verkehr werde sich verringern. Diese Entwicklung beruhe auf keinem Wunder, sondern auf dem erhofften Effekt der Autobahn A 17, die bereits 2006 fertig gestellt werden soll. „Deshalb gehen wir davon aus, dass die Entlastung schon 2006 eintritt", sagte Frau Binninger.
Für ihr Ministerium gibt es deshalb keinen Anlass, eine Ortsumfahrung für Altenberg beim Bund nachzumelden. Die Straße wird auch nicht in die Planung aufgenommen, sagte die Sprecherin.

Sächsische Zeitung (Lokales Dippoldiswalde ), 08.11.2003

Über uns | Site Map | Privacy Policy | Kontakt | ©2005 Bürgerinitiative "Lebenswertes Erzgebirge"