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Sanierungen gefährden Rollende Landstraße

Tschechen kritisieren geplante Sperrung Pirna – Schöna

Dresden/Prag. Die geplante Sperrung der Strecke Berlin – Dresden – Prag zwischen Pirna und Schöna ruft auf tschechischer Seite große Befürchtungen hervor. Die Deutsche Bahn muss das Teilstück wegen einer umfassenden Sanierung nach der Flut entweder neun Monate komplett oder über einen Zeitraum von fünfeinhalb Jahre teilweise sperren.

Der Sprecher der tschechischen Bahnen, Petr Stahlavsky, sagte gestern in Prag, er erwarte „große organisatorische Probleme“. Man begreife die Notwendigkeit der Arbeiten, könne sich derzeit aber mit keiner der aus Deutschland vorgeschlagenen Varianten für die Arbeiten wirklich anfreunden.

Niemand wisse, wie man den Verkehr von der wichtigen internationalen Trasse einfach umleiten soll, sagte Stahlavsky. Zudem seien mögliche Ersatzstrecken schon jetzt überlastet. Umleitungen über andere Grenzübergänge wie Cheb oder Rumburk seien nicht leicht zu bewerkstelligen. Die Züge müssten dann teilweise über eingleisige Strecken fahren, die außerdem nicht elektrifiziert seien. Vermutlich, so Stahlavsky, müssten Personen häufig ersatzweise mit Bussen befördert werden.

Kritisch verspricht die Sanierung des vom Hochwasser geschädigten Streckenabschnitts in Sachsen vor allem auch für den Güterverkehr zu werden. Dies macht unter anderem Pavel Sprachal von der Firma Bohemia Kombi deutlich, die für die Rollende Landstraße (Rola) zuständig ist: „Für uns hat schon ein nur vierstündiger Ausfall fatale Folgen. Was ein möglicherweise über mehrere Monate andauernder Stopp für uns bedeuten würde, vermag ich nicht einmal abzuschätzen.“

Die Rola befördert täglich zwischen Dresden und Lovosice in beide Richtungen bis zu 330 Lkw und entlastet so die Straßengrenzübergänge. (SZ-Korr./hjs)

Sächsische Zeitung, Donnerstag, 23. Oktober 2003

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