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Bürgerproteste an den Landrat

Bürgermeister Thomas Kirsten wundert sich über Hotelbesitzer

Maik Brückner

Die Sperrung der Hochwaldstraße am kommenden Freitag sorgt in Altenberg weiter für Unmut. In der Stadtratssitzung am Montag wurde Bürgermeister Thomas Kirsten beauftragt, sich noch einmal bei Landrat Greif für eine längere Öffnung stark zu machen.

Sehr verärgert reagierte Johannes Güttler über die am Freitag geplante Schließung der Hochwaldstraße zwischen Oberfrauendorf und Falkenhain. Die von der Forstverwaltung dazu vorgebrachte Begründung, dass man auch an die Touristen denken müsse, die den Wald zur Erholung nutzen wollen, konnte er nicht nachvollziehen. „Das ist doch kein Grund", sagte der Altenberger in der Stadtratssitzung am Montagabend. Ähnlich sahen es auch andere Einwohner der Bergstadt. Wie Bürgermeister Thomas Kirsten am Montagabend in der Stadtratssitzung berichtete, sei er mehrfach aufgefordert worden, etwas gegen die Sperrung zu unternehmen. Johannes Güttler forderte ihn und den Stadtrat schließlich auf: „Die Stadt sollte ein Protestschreiben machen".

Thomas Kirsten zeigte Verständnis für die Wut. Auch ihn ärgert die für ihn zu plötzliche Sperrung (SZ berichtete). Er kam aber auch nicht umhin, seine Bürger an ihre Möglichkeiten zu erinnern.

Stille bei Hotelbetreibern

Er sei nur ein Bürgermeister, der seinen Protest schon angemeldet habe. Mehr Wirkung zeige es, wenn hinter ihm noch andere stehen, die das ebenso öffentlich fordern. „Tut euch zusammen, ich stehe auf euer Seite", signalisierte er Unterstützung. Und: „Wie Bürgerinitiativen zu initiieren sind, das haben wir ja gelernt."

Unverständlich blieb Thomas Kirsten, dass die Betreiber von Hotels und Pensionen bisher so still hielten. Gerade in einer Region, die vom Fremdenverkehr so abhängig ist wie Altenberg. Wie sollen die Touristen in die Stadt kommen, so lange die B 170 eine Dauerbaustelle ist, auf der sich zudem Lkws in Richtung Tschechien hoch quälen? Das Thema wurde schon einige Male am Wirtsstammtisch diskutiert, berichte Thomas Kirsten. Deshalb wundere er sich, dass er bisher von Seiten der Hotel- und Pensionsbetreiber „keinen Rückhalt" hat. Auch die Pendler, die täglich nach Dresden oder Dippoldiswalde fahren müssen, haben bisher noch keinen Protest angemeldet, wunderte sich der Stadtchef.

Sein Stadtrat hingegen steht voll hinter ihm. Mit Mehrheit forderte er den Bürgermeister auf, noch einmal Rücksprache mit Landrat Bernd Greif zu halten, um die Straße weiter offen zu halten. „Wenigstens bis zum November oder Dezember", so der Wunsch des Bürgermeisters, der auch um die Probleme mit dem Winterdienst auf dieser recht schmalen, rund sechs Kilometer langen Straße weiß. „Dass es Probleme mit dem Schnee geben wird", sei keine Frage.

Sächsische Zeitung (Lokales Freital ), 15.10.2003

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