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Tschechien will Mautsystem statt Vignette

System soll ab 2005 zunächst für Lkw eingeführt werden
Von Gabriele Schrul

Die derzeit in Europa und besonders in Deutschland geführte heiße Diskussion über die Einführung einer Maut für Lastkraftwagen hat auch Tschechien erreicht. Denn Milan Simonovsky,Verkehrsminister des künftigen EU-Landes, plant die Nachahmung dieser Regelung für das Jahr 2005.

„In der ersten Etappe wollen wir Gebühren für Lastkraftwagen über zwölf Tonnen erheben. Das sind jene großen Lkw, die unseren Straßen die größten Schäden zufügen“, sagt der tschechische Verkehrsminister. Geht es nach ihm, dann soll die Lkw-Maut mit Beginn des Jahres 2005 auf allen tschechischen Autobahnen, Schnellstraßen und Straßen erster Ordnung eingeführt werden. Das entspricht einem Straßennetz von etwa 3 000 Kilometern.

Die wenigsten davon sind derzeit die Autobahntrassen. Sie weisen lediglich 520 Kilometer auf. Das allerdings wird sich schlagartig mit der Freigabe der A 17 Dresden–Prag und damit auch durch nordböhmische Flur ändern.

Dennoch: Mit der Einführung der Regelung befürchten Verkehrsorganisationen, wie der Autoklub der Tschechischen Republik, dass viele Spediteure dann auf die schlecht ausgebauten Straßen zweiter und dritter Ordnung ausweichen. Dadurch könnten hier die Unfälle drastisch ansteigen. Simonovsky allerdings hält dagegen, dass durch die „Ausweichmanöver“ die Spediteure nur wertvolle Zeit verlieren würden.

200 Millionen Euro Mehreinnahmen geplant

Der Verkehrsminister gilt als Verfechter des Mautsystems. Kritiken der Speditionen, dass sich dadurch die Transportkosten für die Fuhrunternehmen wesentlich erhöhen, weist er entschieden zurück. „Unsere Berechnungen zeigen zudem auf, dass sich die Maut nur zu einem Prozent in den Transportpreisen bemerkbar macht.“

Noch steckt alles in der Entwurfsphase. Sicherheit herrscht allerdings schon in einem Punkt: Mit der Einführung des elektronisch überwachten Mautsystems werden anstelle der bisherigen Autobahnvignette rund sechs Milliarden Kronen (etwa 200 Millionen Euro) mehr in der Staatskasse klingeln. Autos und Motorräder sollen vorerst von einer Maut verschont werden. Zumindest bis zum Jahr 2010. Am deutlichsten soll die neue Regelung den internationalen Transitverkehr von Lkw durch Tschechien treffen.

Sächsische Zeitung Donnerstag, 21. August 2003

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